Boeing-Raumkapsel „Starliner“ in New Mexico gelandet

Nach dem gescheiterten Testflug zur ISS ist die unbemannte Boeing-Raumkapsel „Starliner“ zur Erde zurückgekehrt. Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte, landete die Kapsel Sonntagfrüh (Ortszeit) erfolgreich auf der Testanlage White Sands im US-Bundesstaat New Mexico.

Von der NASA veröffentlichte Bilder zeigten, wie die Kapsel von drei großen Fallschirmen abgebremst wurde und nach einem verlangsamten Flug landete. Eine Atlas-V-Rakete mit dem von Boeing entwickelten „Starliner“ an Bord war am Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben. 25 Stunden später sollte die Raumkapsel an der Internationalen Raumstation ISS andocken. Kurz nach dem Start teilten Boeing und die NASA jedoch mit, die Raumkapsel habe nicht den richtigen Kurs zur ISS eingeschlagen. Sie werde die Raumstation aufgrund technischer Probleme nicht erreichen.

Boeing hatte die Raumkapsel für bemannte Raummissionen der US-Raumfahrtagentur entwickelt. An Bord des „Starliner“ war bei dem Testflug aber nur ein Dummy, also eine mit Sensoren versehene Puppe, mit der die Flugbedingungen für echte Menschen getestet werden. Der gescheiterte Test ist ein Rückschlag für die Bemühungen der USA, bei bemannten Raumfahrtmissionen von russischen Sojus-Raketen unabhängig zu werden.

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