Bund übernimmt Sanierungskosten am Landhausplatz

Die Reparatur der Wappengitter am Befreiungsdenkmal verzögert sich. Ministerium sieht Öffnung kritisch.

Seit Monaten sind die Wappengitter am Befreiungsdenkmal verschlossen. Die Sanierungsarbeiten sollen im ersten Quartal 2020 erfolgen.
© Böhm

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Gefahr im Verzug. Vom 25. Oktober bis zum 15. November blieben heuer die Wappengitter am Befreiungsdenkmal am Landhausplatz in Innsbruck zu. In diesem Zeitraum, ebenso wie vom 25. Jänner bis zum 15. Februar und vom 1. bis zum 22. Mai, wären die Gitter laut Landtagsbeschluss eigentlich zu öffnen. Als „Zeichen für eine offene Gesellschaft“. Um das zu ermöglichen, wurden die Gitter schwenkbar gemacht. Wie berichtet, waren aber bei routinemäßigen Kontrollarbeiten vor mehr als einem halben Jahr Rost an den Scharnieren sowie wackelige Stellen festgestellt worden. Worauf der für Liegenschaften zuständige Landesrat Johannes Tratter (VP) das Öffnen bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen untersagte.

Saniert ist das Denkmal auch ein halbes Jahr später immer noch nicht. Das hat nun aber auch sein Gutes, wie es aus dem Büro von Tratter auf TT-Anfrage heißt. Ursprünglich ging ein erster Kostenvoranschlag von rund 100.000 Euro für die Gitterreparatur aus. In der Zwischenzeit seien aber „Optimierungen“ erfolgt, die in Folge auch die Kosten nach unten drücken konnten. Demzufolge fallen jetzt nur noch 50.000 Euro an. Zweite positive Nachricht aus Sicht des Landes: „Der Bund übernimmt die Kosten jetzt zur Gänze.“ Und zwar via Innenministerium, welches für die Kriegsgräberfürsorge zuständig ist. Das sei das Ergebnis diesbezüglicher Verhandlungen. Vor deren Abschluss wollte man auch die Vergabe der Arbeiten nicht beauftragen.

Dass der Bund ungeachtet dessen eine regelmäßige Öffnung der Gitter als „kritisch“ erachtet, geht indes aus einer Anfragebeantwortung an SP-LA Elisabeth Fleischanderl hervor. Das Bundesdenkmalamt (BDA) hegt hingegen keine Bedenken – sofern die Sanierung gemäß den Vorgaben des BDA-Bescheids erfolgen würde. Pro Öffnungs- und Schließvorgang fallen rund 1350 € brutto an. Das erste Mal soll das wieder im Mai der Fall sein, sagt das Land.


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