Zwei Gäste aus Myanmar bereicherten HTL-Alltag

Zwei Frauen aus Südostasien lernten an der HTL Imst den Umgang mit CNC-Fräsmaschinen für Ausbildungen in Myanmar kennen.

Thu Zar und Inzali Than (v.l.) mit Abteilungsvorstand Werner Mungenast hatten zwei Monate lang die Gelegenheit, an der HTL Imst CNC-Technik und die Arbeitsweise der Tiroler Spezialschule kennen zu lernen.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Imst –Die 38-jährige Thu Zar ist in ihrer Heimat – frei übersetzt – Ausbildnerin für Berufsschullehrer. Ihre Begleiterin, die 22-jährige Inzali Than, kann auf die besten Noten ihres Jahrgangs der „School of Industrial Training and Education“ (SITE) in Rangun verweisen. Um das Tischlereihandwerk in ihrer Heimat Myanmar zu professionalisieren, erhielten die beiden einen zweimonatigen Kurs an der HTL Imst. Diese Schule ist nicht nur bekannt für ihren Holzschwerpunkt, sondern sticht auch beim Thema Design hervor.

„Das ist unser drittes Projekt in Sachen Entwicklungszusammenarbeit“, freut sich Abteilungsvorstand Werner Mungenast. Zwei Aktionen in Afrika wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, nun hat der Maschinenhersteller Felder mit der HTL diesen Kurs für die beiden Frauen organisiert. Myanmar ist ein recht holzreiches Land – getischlert wird dort in erster Linie mit Vollholz aus Teak und Gummibaum. „Es ist ein Benefit für beide Seiten“, sagt Mungenast. Denn die HTL-Schüler können damit ihre Fachkenntnisse in Englisch verbessern. „Die Motivation war auf beiden Seiten sehr hoch“, so der Abteilungschef.

„Das digitale Arbeiten“, antwortet die 22-jährige Inzali auf die Frage, was ihr besonders gefallen hat. Dazu kommen die 3D-Zeichnungen für die CNC-Frästechnik, die Prinzipien des Designs, aber natürlich auch das Arbeiten an den Maschinen von Werkstättenleiter Arnold Prantner.

© HTL/Mungenast

Gewohnt haben die beiden im Schülerheim der LLA Imst – „es war super“, freuen sich die beiden über die freundliche Aufnahme und gute Verpflegung. Auch mit Schülern haben die zwei Frauen aus Myanmar freundschaftliche Verbindungen geknüpft. Natürlich durften auch Ausflüge nach Linz und nach Wien in den zwei Monaten Aufenthalt nicht fehlen. Daher verging wohl die Zeit auch wie im Flug – am Sonntag kehrten sie zurück nach Myanmar.

© HTL/Mungenast

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