3600 Euro Strafe oder gar Gefängnis: Feuerwerk kann Konsequenzen haben

Die Silvesterknallerei kann teuer werden. Die Polizei rät, sich vom Händler beim Kauf informieren zu lassen, wo man welche Raketen abschießen kann.

Symbolfoto.
© APA

Innsbruck –3600 Euro Strafe oder gar drei Wochen Gefängnis können blühen, wenn man die falsche Rakete oder Böller am falschen Ort abschießt. „Eine generelle Aussage lässt sich schwer treffen, weil es sehr viele verschiedene Klassen von Feuerwerkskörpern gibt“, erklärt Johannes Freiseisen von der Landespolizeidienststelle. Er rät, sich am besten beim Kauf von einem Händler informieren zu lassen. „Die Händler können nicht einfach Raketen und Böller verkaufen, sie müssen auch Bescheid wissen.“

Im Stadtgebiet werde das Raketenabschießen sehr restriktiv behandelt, sagt Freiseisen. „Manche Städte lassen mehr, manche weniger zu.“ Am strengsten ist die Handhabe von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Menschenmengen. „Da gilt ein absolutes Verbot, weil so viel passieren kann.“

Der Verein Sicheres Tirol riet gestern via Aussendung zur Vorsicht. In Österreich würden jährlich rund 200 Menschen bei Pyrotechnik-Unfällen verletzt. Die meisten Opfer gibt es bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. „Die Verletzungen reichen von Verbrennungen über Knalltraumata bis zu Schädigungen der Augen“, sagt Karl Mark, Präsident des Vereins Sicheres Tirol. Geraten wird, nur geprüfte Pyrotechnik-Produkte zu kaufen und die Gebrauchsanweisung zu lesen.

Gute Standsicherheit und geeignete Abschussvorrichtungen seien Voraussetzung. Der Verein rät, die Raketen nicht in den Boden zu stecken. „Wenn die Rakete nicht beim ersten Mal zündet, keinen zweiten Versuch starten und den Blindgänger mit Wasser übergießen“, erklärt Karl Mark.

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Ingrid Felipe, Umweltlandesrätin, hat einen anderen Zugang zur Silvesterknallerei. Die Grüne rät, aufgrund der Feinstaubbelastung, der Umweltverschmutzung, der Verletzungen und der Lärmbelästigung auf Raketen zu verzichten. „Die alljährlich wiederkehrenden Probleme, die durch Silvesterraketen und Böller entstehen, sind bekannt. Eine Veränderung liegt in der Hand der Bevölkerung.“

Felipe ortet seit längerer Zeit ein Umdenken in der Bevölkerung. „Die Silvesternacht kann auch nachhaltig gebührend gefeiert werden“, meint sie. (aheu)


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