Lawinenabgänge in Ischgl und Sölden: Ein Verschütteter befreit

In Sölden wurde ein 23-Jähriger teilweise verschüttet und aus seiner misslichen Lage befreit. In Ischgl brachte eine Suche Gewissheit, dass niemand von den abgegangenen Schneemassen begraben worden war.

(Symbolfoto)
© Thomas Böhm

Sölden, Ischgl – Bei großer Lawinengefahr der Stufe vier sind in Tirol am Stefanitag drei Lawinenabgänge glimpflich ausgegangen. Zwei der Alarmierungen betrafen den freien Skiraum von Sölden, in einem Fall war Ischgl betroffen. Während in Ischgl niemand von den Schneemassen erfasst wurde, wurde in Sölden ein Wintersportler teilweise verschüttet. Der 23-Jährige aus dem Ötztal wurde von Rettern aus der misslichen Lage befreit und in Sicherheit gebracht. Er überstand den Lawinenabgang mit leichten Verletzungen.

Der Wintersportler war gegen 12.35 Uhr mit zwei gleichaltrigen Freunden im freien Skiraum unterwegs. Als die Gruppe den Zwischenbereich der Lawinenverbauungen querte, löste sich eine breite Schneebrettlawine. Während sich die ersten zwei Männer bereits außerhalb des Anrisses aufhielten, wurde der 23-Jährige mitgerissen und bei der nächsten Lawinenverbauung etwa zwei Meter tief verschüttet. Zum Glück wurde er mit der Körpervorderseite aufrecht zu den Öffnungen der Verbauung gedrückt. Andere Wintersportler sowie die Pistenrettung gruben den Verschütteten aus, bargen ihn und brachten ihn ins Tal.

In Ischgl brachte eine Suche Gewissheit, dass niemand – anders als zunächst befürchtet – von den gegen 12.30 Uhr auf der sogenannten Palinwiese abgegangenen Schneemassen begraben worden war. Am Sucheinsatz waren rund 50 Mann der Pistenrettung und der Bergrettung Ischgl sowie einige Freiwillige, zwei Lawinenhundeführer und zwei Notarzthubschrauber im Einsatz. (TT.com, APA)


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