Lawine donnert auf Skipiste in der Schweiz: Verschüttete befürchtet

In der Schweiz im Kanton Uri geht am zweiten Weihnachtstag eine gewaltige Lawine auf einer Skipiste nieder. In den ersten Stunden nach dem Unglück bleibt vieles unklar. Mittlerweile wurden sechs Menschen geborgen, zwei sind verletzt. Es werden weitere Verschüttete vermutet.

(Symbolbild)
© pixabay

Andermatt – Nach einem Lawinenabgang am Donnerstagvormittag auf eine Skipiste am Oberalppass bei Andermatt im Schweizer Kanton Uri haben Rettungskräfte bisher sechs Personen geborgen. Zwei von ihnen sind leicht verletzt. Die Kantonspolizei Uri vermutete aber, dass weitere Personen verschüttet wurden.

Die zwei verletzten Geborgenen wurden in ein Spital geflogen, teilte die Urner Kantonspolizei mit. Die anderen vier Personen konnten sich teilweise selbst befreien und blieben unverletzt. Die Lawine löste sich um 10.50 Uhr im Gebiet Oberalppass/Felli. Ob die Schneemassen auf eine offene oder auf eine gesperrte Piste donnerten, sei noch unklar, sagte Reto Pfister von der Urner Kantonspolizei.

Die Rettungskräfte seien mit Hochdruck daran, „Ordnung auf dem Lawinenkegel zu schaffen“, sagte Pfister. Im Einsatz stehen die Alpine Rettung Zentralschweiz, die Schweizerische Rettungsflugwacht und die Kantonspolizei Uri.

Laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung gilt für die Region Andermatt die Gefahrenstufe 3 „erheblich“. Viel Neuschnee und Triebschnee der vergangenen drei Tage bildeten die Hauptgefahr. Lawinen könnten schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden und gefährlich groß werden. (dpa, sda)

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