Sistranser Langzeit-Ortschef tritt 2022 nicht mehr an

Seine Entscheidung steht fest: Nach vier Amtszeiten wird der Sistranser Langzeitbürgermeister Josef Kofler bei den Wahlen 2022 nicht mehr fü...

Nach vier Amtszeiten sei es Zeit, „das Ruder zu übergeben“, sagt BM Josef Kofler. Die Nachfolgefrage soll im Frühjahr geklärt werden.
© Schnabl

Seine Entscheidung steht fest: Nach vier Amtszeiten wird der Sistranser Langzeitbürgermeister Josef Kofler bei den Wahlen 2022 nicht mehr für den Job des Dorfchefs kandidieren.

„Ich werde nächstes Jahr 65, 2022 bin ich 67, es ist also Zeit, das Ruder zu übergeben“, bestätigt Kofler, der seit 1998 im Amt ist, auf TT-Anfrage. Es brauche eine „Blutauffrischung“.

Kofler war von Wahl zu Wahl klarer bestätigt worden: 1998 hatte er sich noch gegen drei Gegenkandidaten durchsetzen müssen, 2004 und 2010 jeweils nur noch gegen eine Herausforderin (2010 war das die spätere grüne Landesrätin Christine Baur). 2016 war Kofler dann überhaupt der einzige Kandidat. Ob er es sich angesichts dessen noch einmal überlegen könnte, wenn ihn die Sistranser dazu drängten? Das verneint Kofler klar: „Man sollte nicht glauben, dass man nicht ersetzbar ist.“ Die Entscheidung, wen seine Liste „Gemeinsam für Sistrans“ ins Nachfolgerrennen schicken wird, soll laut Kofler im Frühjahr 2020 fallen. Vize-BM Johannes Piegger, schon bisher Listenzweiter, sei „logischerweise“ ein „heißer Kandidat“. Ob ein Wechsel eventuell schon während der Gemeinderatsperiode erfolgen könnte, sei noch offen.

Bis zur Wahl seien es noch über zwei Jahre, er habe die Entscheidung noch nicht getroffen, sagt Piegger selbst zur TT. Die Aufgabe als Bürgermeister sei eine „große zeitliche Herausforderung“ neben seiner beruflichen Tätigkeit in einer Steuerberatungskanzlei. Piegger würde jedenfalls viel kommunalpolitische Erfahrung mitbringen: Er ist seit 1998 im Gemeinderat. (md)


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