Sonne und Frost: Bilderbuchwetter zum Jahreswechsel in Tirol

Ungetrübt von Wolken kann in ganz Österreich das alte Jahr verabschiedet werden. Sonnenschein lädt dann am Neujahrstag zu einem Spaziergang oder zum Skifahren ein.

Winterwunderland in St. Johann: Mit viel Sonne startet das Jahr 2020.
© Leserfoto Nina Viertel

Innsbruck – Das neue Jahr beginnt, wie das alte endet – nämlich mit viel Sonnenschein und blitzblauem Himmel. Und daran wird sich nach den Wetterprognosen wohl erst am Wochenende etwas ändern.

Die Nacht auf Dienstag wird in Tirol wolkig. Doch die Sonne kommt am Silvestertag schon bald wieder heraus. Ein paar vorüberziehende Schleierwolken können die schönen Aussichten nicht trüben. Die Inversionslage sorgt dafür, dass es an den Hängen wärmer ist als im Tal. Die Temperaturen bewegen sich tagsüber zwischen -8 und +1 Grad. Vom Wiener Becken bis zum Grazer Bergland wird es mit bis zu 14 Grad außergewöhnlich mild, hier greift nämlich kräftiger Wind durch.

„Zum Läuten der Pummerin zeigt sich der Himmel im Großteil Österreichs sternenklar, ein paar tiefliegende Wolken muss man einzig vom Mühlviertel bis zum Neusiedler See einplanen“, sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „Der West- bis Nordwestwind lässt überall nach, dazu ist es um Mitternacht verbreitet leicht frostig.“ Ausnahme sind das östliche Flachland und Mittelgebirgslagen um 1000 Meter in den Alpen – hier liegen die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Zum Bergsilvester in Innsbruck ist warme Kleidung ratsam, laut Prognosen sind um Mitternacht -2 Grad zu erwarten.

Sonne bis zum Wochenende

Sonne und strahlend blauer Himmel bieten die perfekte Kulisse für einen Tag auf den Skipisten – oder einen gemütlichen Spaziergang – am Neujahrstag. In Tirol klettern die Temperaturen auf 2 bis 10 Grad, besonders mild ist es dabei ab Mittelgebirgslagen. Die Nullgradgrenze steigt auf knapp 3000 Meter. Kälter ist es weiterhin in den Tälern.

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Bis einschließlich Freitag ändert sich dann wenig am Wetter. Schwung ins Wettergeschehen bringt aus derzeitiger Sicht eine markante Kaltfront am ersten Jännerwochenende. Dabei kündigen sich in den Nordalpen einige Zentimeter Neuschnee an. Wann genau es soweit ist, lässt sich noch nicht vorhersagen.

Dezember knapp 3 Grad zu warm

Mit einer österreichweiten Abweichung von knapp +3 Grad fällt der Dezember 2019 gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981-2010 deutlich zu warm aus. Seit 1961 war lediglich der Dezember 2015 wärmer. Und blickt man in die Messgeschichte bis 1767 zurück, so liegt der diesjährige letzte Monat unter den Top 5.

„Die Abweichungen im Dezember sind im ganzen Land positiv, relativ gesehen am wärmsten war es in Ehrwald in Tirol mit einer Anomalie von +4 Grad“, sagt Spatzierer. Extrem warm war es zur Monatsmitte. Zwischen dem 17. und dem 20. Dezember wurden an insgesamt 34 Wetterstationen im Land neue Temperaturrekorde für den Monat aufgestellt. Auch die wärmste Dezembernacht der Messgeschichte Österreichs gab es in diesem Zeitraum.

Dass es für die Jahreszeit zu mild war, zeigt auch die Auswertung der Eis- und Frosttage. Steigt an einem Tag die Temperatur zu keiner Zeit über den Gefrierpunkt, spricht man von einem Eistag. Liegt die Tagestiefsttemperatur unter 0 Grad, ist es ein Frosttag. In Innsbruck, Salzburg und Bregenz gab es heuer keinen einzigen Eistag im Dezember. Normal sind hier 5 bis 6 Tage Dauerfrost. (TT.com)


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