14 Monate lang ungeschlagen: Linz/Steg mit einem perfekten Jahr

Der Tiroler Volleyballerin Nikolina Maros gelang mit Linz eine Siegesserie, die beinahe ihre Schwester Patricia beendet hätte.

Ein erfolgreicher Angriff: Nikolina Maros hatte mit Meister Linz/Steg im abgelaufenen Jahr genug Grund, um ausgelassen zu sein.
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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Was haben Juventus Turin, der FC Porto und Rosenborg Trondheim mit Linz/Steg gemein? Allen gelang im abgelaufenen Jahrzehnt eine perfekte Saison – den einen im Fußball, den Oberösterreicherinnen im Volleyball. „Unsere Siegesserie ist schon etwas Besonderes, aber ob sich die Fußballer so einen Vergleich gefallen lassen ...“, sagt Nikolina Maros und lacht laut auf.

39 Spiele in Folge sind die Linzerinnen nunmehr ungeschlagen – ein Kalenderjahr lang bewerbsübergreifend. Darunter gab es auch den ersten Staatsmeistertitel in der 45-jährigen Vereinsgeschichte zu bejubeln. „Das war historisch. Wir waren oft Zweiter, heuer hat es endlich geklappt“, erzählt die Topscorerin der Finalspiele von Ehrungen durch Stadt und Land. Dazu kam noch der Sieg im ÖVV-Cup sowie Erfolge im CEV-Challenge-Cup: Linz steht im Achtelfinale.

Das Geheimnis des Erfolges? „So geheim ist das gar nicht. Wir vergessen einfach alles rund um uns herum und schreien den Gegner manchmal mit unseren Emotionen auch nieder“, beschreibt Maros schmunzelnd. Jede wisse, was sie zu tun habe, taktische Änderungen könnten schnell umgesetzt werden: „Wir sind ein Kollektiv. Jede hilft jeder. Ich kann mich an keine einzige Situation erinnern, wo es Streit oder Unstimmigkeiten gab.“

Seit 2016, mit einem halben Jahr Unterbrechung in Lugano (SUI), spielt die 22-Jährige in Linz. „Es war die beste Entscheidung überhaupt. Das Umfeld ist toll. Ich fühle mich rundum wohl“, schwärmt die 1,83-m-Angreiferin, die in Innsbruck beim VC Tirol groß geworden ist. So wohl, dass sie auch mit rund 30 Spielerinnen aus ganz Österreich in Linz Silvester feierte.

Im Jänner geht es Schlag auf Schlag weiter: Am 6. in Wien gegen Sokol, am 12. erwartet man Graz (letzter Linz-Bezwinger in der AVL am 20. Okt. 2018), im Challenge-Cup-Achtelfinale geht es am 23. nach Istanbul. Maros: „Wir wollen unsere Serie fortsetzen.“ Pikant: Beinahe hätte ihre jüngere Schwester Patricia (19), die seit heuer in Salzburg spielt, die Linzer Serie gestoppt. Linz gewann Ende November nur knapp mit 3:2. Nikolina Maros ergänzt schmunzelnd: „Wir haben davor geredet und zum ersten Mal hat sie wirklich gemacht, was ich ihr gesagt habe.“

Nach Linz gebaggert: N. Maros.
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