WSG Tirol bekommt „Wunschspieler“ Koch, Gerüchte um Grgic-Transfer

Mit dem Tiroler Routinier Fabian Koch (Sturm Graz) setzte die WSG Tirol das erste Ausrufezeichen im winterlichen Transferfenster. Den Natterer führt auch die Familienplanung zurück in die Tiroler Heimat.

© gepa

Von Tobias Waidhofer

Wattens – Seit dem 10. Nomvember 2019 ist im Hause Koch nichts mehr so wie es einmal war: Die Geburt von Sohnemann Jonas hat die Uhren beim Natterer Fußball-Profi Fabian Koch und seiner Ehefrau Kristina auf null gestellt.

„Es war eine sehr intensive Zeit. Besonders die Weihnachtszeit war wunderschön“, erzählt der 30-Jährige, der 2011 den FC Wacker verlassen hat, um bei der Wiener Austria (Meister 2013/Champions-League) und Sturm Graz (Cupsieger 2018) in 219 Bundesliga-Spielen seine Fußstapfen auf der österreichischen Fußball-Landkarte zu hinterlassen.

2013 gewann Fabi Koch mit Flo Mader den Titel mit der Austria
© gepa

Und passend zur privaten Veränderung fixierte Koch in den vergangenen Tagen auch eine berufliche: Der Außenbahnspieler soll in der Rückrunde helfen, damit die WSG Tirol den Klassenerhalt fixiert. „Ich freue mich wahnsinnig darauf, wieder daheim zu sein“, schwärmt Koch, der in Natters in seinem Elternhaus wohnen wird. Bei Sturm hatte Koch unter Trainer El Maestro seinen Stammplatz verloren und war nur 166 Pflichtspielminuten auf dem Feld gestanden. „Ich hab’ natürlich auch ein weinendes Auge, weil ich in Graz viele schöne Dinge erlebt habe. Aber die Freude überwiegt.“

Das tut sie auch bei der WSG Tirol, wo sich Manager Stefan Köck auf „einen Wunschspieler“ freut. „Seine Erfahrung wird Gold wert sein.“ Dass der Tiroler, trotz Eineinhalbjahresvertrag in Graz und Fixplatz im oberen Play-off, den Abstiegskampf mit der WSG auf sich nimmt, spreche für dessen „Charakter“. Gespräche gibt es übrigens seit „fünf bis sechs Wochen“ – Koch bleibt vorerst bis Saisonende, gelingt der Klassenerhalt, wird der Glatzkopf weiter für Wattens spielen. Davon ist Koch, der auf der rechten Seite ein „Upgrade“ zu Sebastian Santin und Julian Gölles darstellen soll, überzeugt: „Die Mannschaft hat sich schon in der Hinrunde gut geschlagen. Wir schaffen den Klassenerhalt.“

Am Weg zum Saisonziel soll eigentlich auch „Sechser“ Lukas Grgic eine tragende Rolle spielen. Die Gerüchteküche bringt den „Aggressive Leader“ aus Oberösterreich nun aber mit dem LASK in Verbindung – als Ersatz wird dabei vom Internetportal laola1.at der Linzer Nigerianer Yusuf Otubanjo genannt. „Der LASK hat schon im Sommer nach drei, vier Runden bei uns angefragt“, erzählt Köck, der den Linzern aber schon damals eine Absage erteilte. Nun gab es vor wenigen Tagen erneut eine Kontaktaufnahme. „Wir haben erneut betont, dass wir den Spieler nicht abgeben wollen“, betont der WSG-Manager, der aber natürlich weiß: „Im Fußball kann man nichts ausschließen.“

Bei einem Abschied müssten „die sportlichen wie wirtschaftlichen Bedingungen erfüllt sein“. Das heißt auf gut Deutsch, dass ein mindestens gleichwertiger Ersatz bereit stehen muss. Und das scheint im ohnehin komplizierten Winter-Transferfenster ein schwieriges Unterfangen. Wie Grgic selbst mit der Anfrage aus der Heimat umgeht, wird sich heute klären, wenn sich die WSG um 9 Uhr im Gernot-Langes-Stadion trifft, danach wird in Mils trainiert.

Um Lukas Grgic ranken sich Abschiedsgerüchte.
© gepa

Kommentieren


Schlagworte