WSG Tirol rüstet weiter auf: Ein Glatzkopf kommt selten allein

Keine Haare, aber hoffentlich hohe sportliche Qualität: Nach Fabian Koch wechselt auch Bruno Soares zur WSG.

Bruno Soares (l.) gehört ab sofort zum WSG-Kader.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Tobias Waidhofer

Mils –Von Sommer, Sonne und Strand war der gestrige Trainingsauftakt der WSG Tirol am Kunstrasen in Mils so weit entfernt wie das Gernot-Langes-Stadion von der Copacabana in Rio de Janeiro. Trotzdem tauchte zwischen Benni Pranter, Flo Toplitsch und Neuerwerbung Fabian Koch ein 1,94 Meter großer Brasilianer auf. Die WSG hat nämlich eine Transferüberraschung aus dem Hut gezogen:

Der 31-jährige Innenverteidiger Bruno Soares gehört ab sofort zum WSG-Kader. Er kommt aus Malaysia, wo seine Zeit bei Johor DT sportlich bei genau einem Einsatz als verlorene betrachtet werden kann. Klar, dass bei einem „Wandervogel“, der seine Schuhe bereits in Brasilien, Deutschland, Kasachstan, Norwegen, Israel und eben Malaysia zerrissen hat, auch Fragzeichen aufkommen: 111 Spiele in der zweiten deutschen Bundesliga für Duisburg und Düsseldorf sowie gute Deutsch-Kenntnisse sprechen allerdings auch für den physisch starken Innenverteidiger, der das Abwehrzentrum mit körperlicher Wucht stabilisieren soll. „Wir sind überzeugt von ihm“, schwärmt Sportmanager Köck von dem Mann, der schon im Herbst in der Woche vor dem Mattersburg-Match auf Probe in Tirol trainiert hatte. „Er hat sich immer wieder gemeldet und nachgefragt, er brennt auf die Aufgabe.“ Soares selbst sprach von einer „geilen Herausforderung“. Die Kälte sei kein Problem: „Die bin ich aus Deutschland gewohnt.“

Der Fokus richtete sich bei der WSG Tirol gestern auf Neuzugang Koch.
© Foto TT/Rudy De Moor

Neben Ione Cabrera (soll heute einsteigen) fehlten gestern beim Auftakt Clemens Walch, Dino Kovacec und Ignacio Jauregui (alle noch angeschlagen) – und Julian Gölles. Der ÖFB-U21-Nationalspieler absolviert die Grundausbildung beim Bundesheer. Die Hoffnung lebt, dass der Steirer beim Trainingslager in Spanien (ab 26. Jänner) wieder einsteigen kann.

Schon am Samstag (14 Uhr) wartet auf die WSG Tirol der erste Probegalopp, wenn beim deutschen Zweitligisten Jahn Regensburg getestet wird – der erste (sportliche) Schritt in ein Jahr, das im Mai mit dem Klassenerhalt enden soll. Gelingt dieses Kunststück, ist alles gut.

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Trainer Silberberger hatte alles im Blick.
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