Sportausschuss Lienz: „Förderungen weiterleiten“

Der Sportausschuss schüttete im Vorjahr 90.000 Euro an Dutzende Vereine aus.

Von Christoph Blassnig

Lienz –In der Stadt Lienz gibt es allein Dutzende Sportvereine. Im Jahr 2019 hat die Stadt Sportförderungen von insgesamt 90.000 Euro zur Verfügung gestellt. Eine Hälfte dieses Geldes entfiel auf die beiden größten Vereine, nämlich Rapid Lienz und den Eishockeyclub UEC. Weitere 46.500 Euro wurden an jene 42 Vereine ausgeschüttet, die im Vorjahr um Unterstützung angesucht haben.

Sportausschuss-Obmann Siegfried Schatz erläutert, dass man sich zur Zuteilung der Gelder ein Punktesystem zurechtgelegt hat. „Wer viel Fahrten aus dem Bezirk hinaus unternehmen muss, bei Landes- oder Staatsmeisterschaften erfolgreich ist oder viel für den Nachwuchs tut, erhält dafür entsprechend mehr Punkte. Daraus resultiert schließlich die jeweilige Fördersumme.“

Jedem Verein steht ein Sockelbetrag von 400 Euro zu, pro Sektion werden weitere 40 Euro gewährt. Der Behindertensport nimmt an überdurchschnittlich vielen Bewerben teil, die Sportler sind dabei erfolgreich. Mehrere tausend Euro an Förderung erhalten etwa auch der Tennisclub TCL und die Sportunion. Der Schachclub ist in der Nachwuchsarbeit sehr aktiv, auch die Sportkegler weisen regelmäßig Erfolge nach.

„Ich richte einen Appell an alle Vereine, die gewährten Förderungen auch wirklich an die jeweiligen Sportler weiterzuleiten“, mahnt Schatz. Immer wieder erhalte man Meldungen von Betroffenen, dass die Vereine das zuerkannte Geld für sich behalten würden. „Der Sportler persönlich erbringt schließlich die Leistung“, sagt Schatz. „Wenn man den hohen Aufwand und die damit verbundenen Kosten heranzieht, den Eltern für ihre engagierten Kinder leisten, ist die direkte Auszahlung dieser Anerkennung sicher gerechtfertigt.“


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