Neue Kufsteiner Servicestelle als „Sinnbild des AMS“

Mit knapp einer Mio. Euro wurde die AMS-Niederlassung in Kufstein modernisiert. Digitalisierung und mehr Privatsphäre prägen nun den Alltag.

Christina Hechenleitner (l.) und Geschäftsstellenleiterin Margit Exenberger freuen sich, die Kunden im Kufsteiner AMS nun in modernen Räumen betreuen zu können.
© Hrdina

Von Jasmine Hrdina

Kufstein –Einfach nicht mehr zeitgemäß waren sie, die Räumlichkeiten des Kufsteiner Arbeitsmarktservice (AMS). 1983 wurde das Gebäude errichtet – und gestern nach monatelangem Umbau endlich neu eröffnet. „Die letzte Tür wurde gerade noch eingebaut“, freute sich Geschäftsstellenleiterin Margit Exenberger. Knapp eine Mio. Euro wurden in das Gebäude im Besitz der Bundesimmobilien-Gesellschaft investiert, das AMS beteiligte sich dabei mit 250.000 Euro.

„Das Haus ist ein Sinnbild des gesamten Arbeitsmarktservice“, streute AMS-Chef Johannes Kopf bei der gestrigen Eröffnungsfeier Rosen: moderner, größer und vor allem diskreter. Aus den ehemaligen Doppelbüros wurden kleinere Einzelräume – um den Datenschutz zu wahren, wie Kopf anmerkte.

408 Quadratmeter konnte man durch die Adaptierung des ehemaligen Turnsaals im Untergeschoß gewinnen, wo nun ein Multimediaraum für Seminare und Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Technisch hatte man einiges nachzurüsten: Kilometerweise Kabel wurden verlegt, die Organisation komplett überarbeitet und digitalisiert. „Die Papierakte gehört der Vergangenheit an“, fasste es Exenberger zusammen. Anrufe laufen nun über Internettelefonie (Voice over IP), ein Kundenaufrufsystem soll für kürzere Wartezeiten vor den Beratungszimmern sorgen. Freilich stand auch das Thema Barrierefreiheit auf dem Plan, die Servicestelle verfügt nun auch über einen Aufzug.

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44 Mitarbeiter bearbeiten in Kufstein im Jahr mehr als 12.000 Anträge auf Arbeitlosengeld und zählen 35.000 Kundenkontakte. Die Bilanz für den Bezirk sei laut Exenberger „hervorragend“. 14.163 Personen meldeten sich im Laufe des Jahres 2019 als arbeitsuchend, 12.500 davon konnte man erfolgreich vermitteln. 2018 lag die Arbeitslosenquote bei 4,6 Prozent. Den „stabilen Arbeitsmarkt“ führt Exenberger auf den bunten Branchenmix in der Region zurück.


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