Mautpläne am Fernpass regen Imster Frächter auf

Rund 15.000 Tonnen Streusalz liefert das Imster Transportunternehmen Silo Melmer unter Firmenchef Simon Melmer an Autobahnbetreiber und an z...

Die bunt bemalten Lkw von Silo Melmer sind auch ein Markenzeichen. Das neueste rollende Kunstwerk zeigt die Familiengeschichte.
© Rudi Wyhlidal

Rund 15.000 Tonnen Streusalz liefert das Imster Transportunternehmen Silo Melmer unter Firmenchef Simon Melmer an Autobahnbetreiber und an zahlreiche Gemeinden und Straßenmeistereien in Tirol — und das oft bei winterlichen Fahrbedingungen. Fahrverbote und die Pläne für eine Fernpassmaut sorgen jedoch für gemischte Gefühle beim über 70 Jahre alten Traditionsunternehmen. Lkw-Fahrverbote, Debatten über das Diesel-Privileg oder die drohende Einführung einer Fernpassmaut verschlechtern die Rahmenbedingungen erheblich. Besonders die Einführung einer Fernpassmaut beurteilt Simon Melmer kritisch. „Die Fernpassmaut würde unsere Wettbewerbsfähigkeit bedrohen und zahlreiche Arbeitsplätze gefährden. Mit einer Maut steigen die Streckenpreise und der Verkehr verlagert sich auf andere Routen.“

Melmer, dessen Unternehmensphilosophie es ist, die Arbeitsplätze nicht ins günstigere osteuropäische Ausland zu verlagern, argumentiert weiter: „95 Prozent unserer Fahrer sind in Österreich angemeldet, die restlichen in Deutschland. Wir zahlen unsere Abgaben dort, wo wir die Erträge erwirtschaften. Damit das so bleiben kann, brauchen wir faire politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen und nicht noch mehr Belastungen.“(TT)

„Die Fernpassmaut würde unsere Wettbewerbsfähigkeit bedrohen und Arbeitsplätze gefährden", sagt Simon Melmer (Frächter).
© Rudi Wyhlidal

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