Bau der Umfahrung Garmisch startet im Februar

Am 6. Februar erfolgt der Anstich zum Kramertunnel, der Garmisch-Partenkirchen im Westen umfahren wird. Im Außerfern glauben Transitgegner, dass diese Verkehrserleichterung neuen Verkehr Richtung Tirol bringen kann.

In der Bayernhalle in Garmisch-Partenkirchen wurde der Plan für den Anstich des Kramertunnels der Bevölkerung präsentiert.
© Sehr, GAP Tagblatt

Garmisch-Partenkirchen – Sonne plus Wochenende ergibt Stau. Die Situation zwischen Eschenlohe und Grainau ist wie ein mathematisches Gesetz. Die Belastung auf den Straßen – enorm. Und durchaus noch steigerbar, wie sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat. Zum Leidwesen der Bevölkerung. Im Schnitt rollen 16.000 Fahrzeuge täglich auf der B23, sagt Nadine Heiß, die für den Landkreis zuständige Abteilungsleiterin beim Staatlichen Bauamt Weilheim. Noch mehr an Spitzentagen. „Die bereiten uns Probleme.“ Das Loisachtal nimmt nicht ohne Grund eine besondere Rolle in Deutschland ein. Nirgends sonst gibt es vier infrastrukturelle Großprojekte, die sich in Planung oder in Bau befinden: die Umgehung Oberau, der Auerberg- und Wanktunnel sowie die West-Umfahrung Garmisch-Partenkirchens. Sie übertrifft alle anderen. Mit ihrer Länge von 5,6 Kilometern, mit den Kosten in Höhe von 263,6 Millionen Euro und mit dem Kramertunnel als längstem Straßentunnel Bayerns. Das berichtet das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt in seiner heutigen Samstagausgabe. Zur offiziellen Vorstellung des Bauprojektes in der Bayernhalle in Garmisch-Partenkirchen durch Experten des Staatlichen Bauamts Weilheim kamen Donnerstagabend über 300 Interessierte. Was die bayerische Region am Fuß der Zugspitze entlasten soll, zeichnet so manchem in Ehrwald, Biberwier und Lermoos Sorgenfalten ins Gesicht. Denn durch die verkehrsflusserleichternde Westumfahrung von Garmisch samt Kramertunnel Richtung Loisachtal und Ehrwald könnte die Verkehrsbelastung im Außerferner Zwischentoren weiter ansteigen und für Münchner in der Folge ein Transit über den Fernpass noch attraktiver werden – monieren Außerferner Antitransitinitiativen seit Jahren.

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