Hinten wurde nachgerüstet, vorne hält die WSG noch Ausschau

Rund um die beiden Neuerwerbungen Fabian Koch (30) und Bruno Soares (31) sucht die WSG Tirol nach ihrem neuen Erscheinungsbild.

Fabian Koch (l.) fiel die Entscheidung zurück nach Tirol zu wechseln leicht.
© Rudy De Moor

Von Alex Gruber

Wattens – 47 Gegentreffer im Herbstdurchgang der Fußball-Bundesliga ließen kaum einen Zweifel offen, dass in der Defensivabteilung des Tiroler Aufsteigers Handlungsbedarf besteht. „Und die wollten wir zuerst stärken“, blickte WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger gestern in der Geschäftsstelle zu Koch und Soares.

Der Natterer Koch sprach von einer „leichten Entscheidung“, von Sturm zurück nach Tirol zu wechseln, weil er selbst im erfahrenen Alter immer noch „spielen will“. Eine Möglichkeit, die sich auf der rechten Außenbahn – dort hält die WSG im 27-Mann-Kader drei weitere Spieler (Santin, Neurauter, Gölles) – mit Sicherheit ergeben wird. Ob die WSG mit Koch wieder eine Viererkette „aufkocht“, wollte Silberberger noch nicht verraten.

Fakt ist, dass mit dem brasilianischen Weltenbummler Soares, der zuletzt in Malaysia unter Vertrag stand, jetzt auch fünf Innenverteidiger (weiters Cabrera, Hager, Gugganig; optional Svoboda) im Aufgebot stehen. Da keimen Systemdiskussionen auf.

„Bis zum Abflug ins Trainingslager am 26. Jänner widmen wir uns vorrangig der körperlichen Fitness und Athletik. Im zweiten Vorbereitungsblock in Spanien gilt das Augenmerk dann der Spielanlage“, hält Silberberger fest. Ein Funkturm wie Soares (194 cm) nähre auch die Hoffnung, bei Standardsituationen wieder mehr Gefahr auszustrahlen.

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Ob sich die WSG beim LASK-Interesse an Lukas Grgic nach einem neuen Sechser umsehen muss, beantwortet Sportmanager Stefa­n Köck klar: „Wir pflegen eine offene Kommunikation mit Lukas. Und keine Frage, dass der LASK seine Reize hat. Aus heutiger Sicht denken wir aber nicht an eine Abgabe von ihm nach.“ Launiger Nachsatz: „Wenn wir mit Lukas den Klassenerhalt fixieren, führe ich ihn persönlich über die Grenze (das Deutsche Eck liegt ja am Weg nach Linz, Anm.).“

Die beiden Angreifer Lukas Katnik und Milan Jurdik werden wohl keinen Platz mehr im Flieger nach Spanien finden. In dieser Hinsicht liegen die Karten laut Köck auch offen auf dem Tisch. Es bleibt abzuwarten, ob die beiden eine neue Plattform finden. Klar ist an dieser Stelle aber auch, dass die WSG im Offensivzentrum neben Zlatko Dedic um Verstärkung ruft. „Wir brauchen jetzt im Abstiegskampf keine 18-, 19-jährigen Talente. In erster Linie zählt Qualität“, erneuert Köck, dass sich die Frage weiterer Neuverpflichtungen ausschließlich ums Profil, sofort weiterhelfen zu können, dreht.

Soares studierte schon eifrig WSG-Videos, Koch will sich mit seiner Erfahrung ans Steuer setzen. Die WSG braucht neue Reize.


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