Tiroler Gstrein trumpft auf: „Für mich gibt es derzeit nur Vollgas!“

Der Ötztaler Fabio Gstrein (22) fuhr als Siebenter des Adelboden-Slaloms am Sonntag erstmals in die Weltspitze. Marco Schwarz „erlöste“ die Slalom-Equipe mit dem ersten Podestplatz der Saison.

Zum zweiten Mal fuhr Fabio Gstrein in die Weltcup-Punkteränge – Rang sieben im Adelboden-Slalom war das bisher beste Resultat.
© gepa

Von Roman Stelzl

Adelboden – Nicht selten hallt ein kurzes, kämpferisches „Olm volle“ aus dem Ötztal in die große weite Sportwelt hinaus. Mountainbike-Jungstar Laura Stigger hat das Lebensmotto zu einer Art Markenzeichen gemacht – und Skirennläufer Fabio Gstrein steht ihr in dieser Hinsicht in nichts nach.

„Für mich gibt es jetzt nur Vollgas mit meiner hohen Startnummer“, sagte der 22-jährige Ötztaler, nachdem er im Slalom von Adelboden mit Rang sieben sein bisher bestes Weltcup-Resultat erreichte. Und das Wort Vollgas wird noch einige Male folgen, ehe der Großcousin von Ex-Weltcupsieger Bernhard ­Gstrein (1988 schlug er vor 15.000 Zuschauer im Lienz-Slalom Alberto Tomba) spüren ließ, welch großer Ehrgeiz in ihm steckt. „Die Leistung war okay, es hat alles gepasst. Der erste Durchgang war sehr gut, mit dem zweiten bin ich zufrieden. Der war nicht so langsam. Bei dem Niveau kannst du nicht mehr auf Sicherheit fahren und musst immer Vollgas geben“, hielt sich Gstrein mit dem Jubel zurück.

Der Vize-Juniorenweltmeister von 2018 (Riesentorlauf), der so wie Damen-Hoffnung Franziska Gritsch dem SC Sölden angehört, bewies am schwierigen Chuenisbärgli, dass Platz 17 im Zagreb-Slalom keine Eintagsfliege war. Es war ein Versprechen für die Zukunft, zumal es das zweite Mal war, dass der Sohn zweier Skilehrer (Papa Gotthard wurde unter diesen sogar Weltmeister) in den Weltcup-Punkten landete. „Im Rennen tue ich mir einfacher. Es hilft mir sogar, wenn ich im Training schlecht war“, outete sich Gstrein als wahres „Rennpferd“, der eine Nummer in den ersten 30 anpeilt. Nach dem starken Auftritt ist die Vorfreude auf die anstehenden Slalom-Klassiker in Wengen (19.1.) und Kitzbühel (26.1.) nun umso größer.

Schwarz „erlöste“ Slalom-Equipe

„Es kommen die Klassiker, da muss man parat sein, auf das arbeite ich hin. Schritt für Schritt“, sagte Marco Schwarz. Der 24-jährige Kärntner „erlöste“ die ÖSV-Slalom-Equipe am Sonntag mit dem ersten Podestplatz der Saison. Hinter Daniel Yule (SUI) und Henrik Kristoffersen (NOR) reihte sich Schwarz erstmals nach seinem im Februar 2019 erlittenen Kreuzbandriss auf Rang drei ein.

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„Du musst geduldig bleiben. Klar wollte ich am Anfang schon ganz vorne mitfahren, aber das ist halt ein Prozess über mehrere Wochen und Monate. Jetzt bin ich natürlich megahappy mit dem dritten Platz.“ Er habe schon in den vorherigen Rennen gemerkt, dass der Speed besser werde und das Gefühl zurückkomme.


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