Schmuck aus Grünem Gewölbe: Polizei prüft angebliches Kaufangebot

Im Zuge von Recherchen wurden Reportern des MDR offenbar Schmuckstücke von dem Raub aus dem Grünen Gewölbe in Dresden angeboten. Die Polizei ermittelt.

Eine Mitarbeiterin der Spurensicherung geht hinter einem Absperrband vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe entlang.
© dpa-Zentralbild

Dresden/Leipzig – Die Polizei prüft ein angebliches Kaufangebot an die Redaktion der MDR-Sendung „Kripo live“ für aus dem Dresdner Grünen Gewölbe gestohlenen Schmuck. „Im Moment können wir noch nicht einschätzen, ob das Trittbrettfahrer sind oder ob da was dran ist“, sagte ein Sprecher der Polizei in Dresden am Montagmorgen. Der MDR hatte am Sonntagabend über das angebliche Kaufangebot berichtet.

Dem Bericht zufolge hatte zuvor eine israelische Sicherheitsfirma „über dieselbe verschlüsselte Mailadresse“ ein anonymes Kaufangebot über demnach neun Millionen Euro für zwei Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe erhalten. Im Rahmen der Recherche zu dem Fall habe die Redaktion von „Kripo live“ die Mailadresse kontaktiert und schließlich ein drittes Schmuckstück angeboten bekommen.

Geld in Form von Bitcoins verlangt

„Auch dafür verlangten die mutmaßlichen Täter die Zahlung von mehreren Millionen Euro in Bitcoins“, berichtete der MDR. In einer weiteren Mail an die Redaktion sei die Forderung plötzlich „auf eine deutlich geringere Summe“ gesunken. In einer nachfolgenden Mail habe es dann geheißen: „Wir werden bald die Diamanten herausschneiden und sie neu schleifen.“

Die Ermittlungsbehörden in Dresden hatten am Freitag jedoch erklärt, sie hätten keine Hinweise darauf, dass gestohlene Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe einer israelischen Sicherheitsfirma zum Kauf angeboten worden seien.

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Zwei Unbekannte waren im November in das berühmte Schatzkammermuseum des 18. Jahrhunderts im Dresdner Residenzschloss eingedrungen und hatten mehrere Stücke erbeutet. Der Coup, der weltweit Schlagzeilen machte, dauerte nur wenige Minuten. Als die Polizei eintraf, waren Diebe und Beute verschwunden. (dpa)


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