Axams hält die Tradition hoch

Seit Jahrhunderten wird die Axamer Fasnacht als Brauchtum gepflegt. Die Frauen sind nicht nur im Hintergrund dabei.

© Fasnachtsverein Axams

Von Denise Daum

Axams –Die Fasnacht ist eröffnet. Auch wenn der „Große Umzug“ erst wieder 2023 stattfindet, feiern die Axamer natürlich jedes Jahr ihre Fasnacht, die geprägt ist vom althergebrachten „Band’n giahn“ und im „Wampelerreiten“, dem wohl rauesten Fasnachtsbrauch, am Unsinnigen Donnerstag gipfelt. Für Patrick Auer, den Obmann des Fasnachtsvereins Axams, hat gestern wieder die schönste Zeit des Jahres begonnen. „Es ist so lässig, wenn wir zusammenkommen, um unser ursprüngliches Brauchtum zu erhalten“, schwärmt Auer. Jeden Donnerstagabend ziehen nun Gruppen (Banden), als traditionelle Fasnachtsfiguren verkleidet, von Gasthaus zu Gasthaus und besuchen auch Privathäuser. Dort wird aufgespielt und getanzt.

Nachwuchssorgen hat der Verein mit knapp 300 Mitgliedern zur Freude des Obmanns keine. Jahr für Jahr rücken junge Fasnachtsbegeisterte nach, genauso wie neu Zugezogene. „Wir haben überhaupt nichts dagegen, wenn Zuagroaste mitmachen. Bei uns ist jeder herzlich willkommen, der etwas für unser Brauchtum übrighat“, betont Auer.

Bürgermeister Christian Abenthung erklärt, dass die Fasnacht einen wichtigen Bestandteil der Identität von Axams darstelle. Das Besondere sei, dass dabei über Wochen hinweg aktiv das Dorfgeschehen geprägt werde. „Nicht zu vergessen ist auch die Rolle der Frauen in der Axamer Fasnacht. Während in allen bekannten Tiroler Fasnachtsorten Frauen ausschließlich im Hintergrund tätig sind, spielen die Frauen in Axams in der Fasnacht eine wichtige Rolle und gehen auch aktiv in die Fasnacht“, sagt Abenthung.

Für Fasnachtsobmann Auer ist das „gar kein Thema und selbstverständlich, dass Frauen mitmachen“. Außer beim Wampelerreiten, das mittlerweile zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Das und die Figur des Tuxer sind den Männern vorbehalten.


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