Rietz stellt sein „Haus der Generationen“ heuer fertig

Ab August sollen die ersten Räumlichkeiten des 4,5-Mio.-Gebäudes bezugsfähig sein. Daneben wäre noch Platz für einen Folgebau.

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Von Thomas Parth

Rietz –Als ein „schönes Projekt“ bezeichnet BM Gerhard Krug das Rietzer „Haus der Generationen“. Hier sollen heuer bereits „Jung und Alt zusammenfinden“, geht es nach dem Wunsch des Gemeindechefs: „Wir wollen, dass die älteren Generationen so lange wie nur möglich bei uns im Dorf wohnen bleiben können.“ 14 Wohnungen, die nach Bedarf sozial betreut werden können, und eine Kinderkrippe für bis zu 50 Kinder sollen in einem Gebäude vereint sein. „Im Haus soll Leben sein. Wir glauben, dass Senioren wie Kinder voneinander profitieren. Und im Falle großer Nachfrage hat sich die Gemeinde daneben noch Raum für einen Folgebau gesichert.“

Rietz ist, was die Verbandsstruktur betrifft, in Sachen Sozialsprengel und Altenwohnheim an Telfs angebunden. „Wir wollen in ein bis zwei Wohnungen unseres ,Hauses der Generationen‘ eine Vollbetreuung anbieten. Erst danach folgt dann der Weg ins Seniorenwohnheim in Telfs.“ Dieses Konzept wird am Ende „einen Haufen Geld kosten“, so Krug. Er rechnet aktuell mit 4,4 bis 4,5 Millionen Euro, wobei das Land Tirol finanzielle Unterstützung zugesagt hat. Bereits vor einigen Jahren hat Rietz in seinen Kindergarten investiert. „Im neuen Schuljahr 2020/21 rechnen wir mit gut 100 Kindern, weshalb wir von vier Kindergartengruppen auf fünf erweitern werden“, freut sich Krug über die stetige Zuwanderung. „Ich weiß nicht, liegt’s am Klima oder gar am Bürgermeister?“, lacht Krug. Die Gemeinde nimmt jedenfalls ihre Aufgaben wahr und investiert in die Infrastruktur, schließlich „merken wir den Zuwanderungsdruck aus Telfs und Innsbruck. Die strategische Lage von Rietz ist ein weiteres Zuzugsargument.“

Was die Gewerbeflächen betreffe, so „haben wir keine mehr“, hält Krug fest. Das aktuell beim Land zur Begutachtung eingereichte Raumordnungskonzept sieht eine „sinnvolle und gute Mischung von Gewerbe-, Handels- und Handwerksbetrieben“ vor. Auch sei der nötige Abstand zu den Wohngebieten gegeben. Als großzügig dürfe man die landwirtschaftlichen Vorbehaltsflächen ansehen. „Das Raumordnungskonzept wird in einer Gemeindeversammlung der Bevölkerung vorgestellt und diskutiert werden“, womit Krug aber erst zu Sommerbeginn rechnet.

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