Zufahrstverbot in Vomp gefordert: Lkw sollen ausgebremst werden

Das Transitforum fordert ein befristetes Zufahrtsverbot zur Dieseltankstelle in Vomp. Es sieht die „Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs“ in Gefahr und ortet eine Belästigun­g durch Lärm, Geruch und Schadstoffe.

Die Einfahrt zur Lkw-Tankstelle im Vomper Gewerbegebiet nahe der Autobahn war völlig zugeparkt.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Vomp – Die Beschwerden der Bürger werden laut Transitforum Austria-Tirol immer mehr. Die „Billig-Diesel-Tankstelle“ in Schwaz/Vomp ist vielen ein Dorn im Auge, denn immer wieder würden die vielen Lkw, die dort tanken wollen, diverse Zufahrten im Gewerbegebiet blockieren und stehen teils bis auf die viel befahrene Straße zurück. Das Transitforum sieht die „Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs“ in Gefahr und ortet eine Belästigun­g durch Lärm, Geruch und Schadstoffe.

Daher hat das Transit­forum nun den Vorschlag eines zeitlich befristeten Zufahrts­verbotes bei der Bezirkshauptmannschaft Schwaz für die Diesel-Tankstelle im Bereich der Autobahnabfahrt in Schwaz eingebracht. Dabei sollen Zu- und Abfahrt zur Tankstelle begrenzt werden: täglich von 6.30 bis 8.30 Uhr, von 11.30 bis 13.30 Uhr und von 16.30 bis 18.30 Uhr. Zudem fordert das Transitforum „intensive Kontrollen“. Diese Maßnahme soll sechs Monate getestet werden.

Laut Fritz Gurgiser vom Transitforum will man damit aber nicht die Bezirkshauptmannschaft unter Druck setzen. „Die können ja auch nichts dafür, das hat man mit der Widmungspolitik versemmelt. Wir erwarten nicht, dass das von einem Tag auf den anderen umgesetzt wird, aber bis Ende des Jahres wollen wir rigorose Zufahrtsverbote schaffen“, sagt Gurgiser im TT-Gespräch und erklärt weiter: „Seit man Fritzens und Natters zugedreht hat, tanken die alle eben woanders.“ Die Verlagerung des Problems sei keine Lösung. Auch in Brixleg­g müsse man etwas unternehmen. Gurgiser sieht für die betroffenen Tankstellen kein Defizit, immerhin gebe es entlang der A12 und A13 genügend Dieseltankstellen derselben Unternehmen, ohne in die Orte abfahren zu müssen.

Laut Gurgiser hat man den Vorschlag in der BH interessiert aufgenommen. Verkehrsreferatsleiter BHStv. Wolfgang Löderle war gestern für keine Stellungnahme erreichbar.

Von dieser Forderung hört Tankstellen-Geschäftsführer Michael Schwarz durch die Anfrage der TT zum ersten Mal. Dass die Tankstelle in Vomp/Schwaz Verkehrsprobleme verursache, dementiert er. „Wir haben zwei Mitarbeiter dort und einen dritten als Ordnungsdienst auf Abruf“, erklärt Schwarz. Für ihn fehl­e jegliche rechtliche Begründung für ein befristetes Zufahrtsverbot. „Das wäre im Gewerbe- und Industriegebiet auch wettbewerbs­verzerrend.“


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