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Schwieriger als gedacht: Der virtuelle Radiergummi im Netz

Wer bei der Online-Suche nach seinem Namen heikle Daten findet, hat seit dem Jahr 2014 das Recht auf „Vergessenwerden im Internet“. Doch das Löschen peinlicher Links ist schwieriger als gedacht.

Symbolbild.
© Andranik Hakobyan

Von Judith Sam

Wie angenehm wäre ein virtueller Radiergummi. Ein paar Striche über den Bildschirm würden genügen, schon wären Diffamierungen aus dem Internet gelöscht. Keiner fände mehr das peinliche Partybild oder den achtlos getippten, doch allzu kritischen Kommentar auf der Bewertungsplattform. So viel zur Fiktion. „In der Realität vergisst das Internet nicht. Will man einen Eintrag löschen, ist das eine Herausforderung. Wenn nicht gar unmöglich“, kritisiert Matthias Jax. Der Projektleiter bei saferinternet.at weiß aus Erfahrung, dass selbst die Daten eines Verstorbenen nicht einfach zu entfernen sind. „Um dies bei Face­book zu erwirken, müssen Angehörige einen Beleg für den Todesfall an das Unternehmen leiten, dann wird der Account auf eine Art Kondolenzstatus gestellt.“

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