Überlegungen zu einer Stadt über der Stadt

Fünf Varianten, wie eine „city above city“ am Beispiel der Innsbrucker Rossau ausschauen könnte. Erarbeitet von StudentInnen am Institut für Städtebau und Raumplanung der Innsbrucker Architekturfakultät.
© Janna Eberharter

Innsbruck – Blicke von außen auf die Stadt seien für die Innsbrucker Stadtplanung „superwichtig“, so deren Chef Wolfgang Andexlinger bei der Eröffnung der Ausstellung „city above city“ im Raum für Stadtentwicklung. Eine Schau, in der ArchitektInnen von morgen sehr konkret den Innsbrucker Stadtteil Rossau unter den aktuellen Vorzeichen städtischer Entwicklungen weiterdenken. Indem sie trotz wachsender Bevölkerungszahlen versuchen, die Stadt nicht weiter ausfransen zu lassen, sondern in den bestehenden Grenzen zu verdichten.

Durchdekliniert auf ganz unterschiedliche, bisweilen utopisch anmutende Art und Weise. Mit der Rossau als einem Stück Stadt, über das sich laut Andexlinger die Stadtplanung derzeit intensiv den Kopf zerbricht. Vorgabe der während zwei Semestern von StudentInnen am Institut für Städtebau und Raumplanung erarbeiteten Projekte war, die bestehenden Strukturen des bisher alleinigen Gewerbegebiets zu erhalten und trotzdem in einen ökologisch attraktiven Ort zu verwandeln.

Bis zu 10.000 Menschen könnten den Visionen der StudentInnen nach hier gut leben und arbeiten. In einer Stadt, die sich über und unter der bestehenden Bebauung ausbreitet bzw. das Dazwischen infiltriert. Wie das ausschauen könnte, führen die 16 anhand von Modellen bzw. Plänen präsentierten Projekte anschaulich vor. Da gibt es kleinteilig in die Höhe Gestapeltes genauso wie unter begrünten künstlichen Wellen Eingehaustes oder auch fast klassisch Blockrandbebautes. Auch die Vision einer gläsern verhüllten Stadt steht im Raum, bestehend aus transparenten Solarzellen, die das runderneuerte Stück Stadt energetisch innovativ versorgen könnten. (schlo)


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