Volvos E-Rivale für e-tron und I-Pace

Sportlich abgestimmt haben die Skandinavier ihr erstes serienreifes Elektrofahrzeug: 408 PS und 660 Newtonmeter – und Allrad, damit die Traktion passt.

Offiziell enthüllt in Mailand: die batterieelektrische Variante des XC40 (Recharge).
© Höscheler Markus

Von Markus Höscheler

Mailand – Der nötige Ernst ist Volvo beileibe nicht abzusprechen: Die Schweden sind bekannt dafür, dass sie das, was sie ankündigen, auch umsetzen wollen. Wenn das Management der Ansicht ist, dass großvolumige Verbrennungsmotoren ausgedient haben, dann kann sich die Kundschaft darauf einstellen: Fünf-, Sechs- und Achtzylinder-Triebwerke gehören der Vergangenheit an. Wenn Volvo die Strategie vorgibt, die Elektromobilität voranzutreiben, dann wissen Mitarbeiter, Händlerpartner und auch die Klientel: Innovatives wird folgen. In der Tat hat Volvo in den vergangenen Jahren das Angebot an Plug-in-Hybriden konsequent ausgebaut (derzeit gibt es sieben verschiedene Varianten im Sortiment) – was noch fehlt, ist ein batterieelektrisches Auto. Das wird gegen Ende des Jahres nachgereicht, und zwar in Gestalt des XC40 Recharge, der in dieser Woche im Volvo Studio Milano die Hüllen fallen ließ.

Der XC40 Recharge nutzt dieselbe Plattform (CMA) wie die gängigen XC40-Versionen, hat aber natürlich ein gänzlich anderes Antriebslayout – dieses besteht aus einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 78 Kilowattstunden brutto, zwei Elektromotoren und einem daraus resultierenden Allradantrieb. Die Leistung ist nahezu supersportlich, denn 408 PS und 660 Newtonmeter Drehmoment stehen zur Verfügung, um das elektrische Kompakt-SUV in 4,9 Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen. Der Speicher soll eine Normreichweite von mehr als 400 Kilometern ermöglichen – mit solchen Werten stellt der XC40 Recharge eine Konkurrenz zu den Modellen I-Pace von Jaguar und e-tron von Audi dar.

Eine Preisangabe liegt noch nicht vor, dafür eine Zielvorgabe von Volvo. Die Schweden sind schon jetzt stolz darauf, dass 20 Prozent aller verkauften Autos elektrifiziert sind – und es soll noch mehr werden, denn Volvo will den CO2-Ausstoß der Firma gegenüber dem Stand von 2018 bis 2025 um 40 Prozent reduzieren – ein taugliches Mittel dafür sind auch und vor allem Plug-in-Hybride und Elektroautos, die von Kunden akzeptiert werden.

Das Instrumentarium fällt stilgerecht volldigital aus, das Infotainmentsystem basiert erstmals auf dem Android-Betriebssystem von Google.
© Markus Höscheler

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