Virtual Reality: Technik stimuliert Reiselust

Eine Allianz-Partners-Studie blickt in die Zukunft: Bereits in 20 Jahren soll die Reiseplanung mittels Virtual Reality alltäglich sein.

Technische Geräte wie das Smartphone werden für Reisende zum ständigen Begleiter.
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Wien – Die Tourismusbranche wird sich in den kommenden zwei Jahrzehnten immer mehr vom reinen Serviceanbieter zum Erlebnisgestalter für alle Sinne verwandeln. Dies prognostiziert eine aktuelle Studie des renommierten Zukunftsforschers Ray Hammond, die das Versicherungs­unternehmen Allianz Partners in Auftrag gab und die anlässlich der Ferien-Messe in Wien präsentiert wurde.

Geht es nach dem aktuellen „Future-Travel-Report“, werden Reisende in 20 Jahren mit leichtem Gepäck unterwegs sein. 3D-Druck werde dann so kostengünstig, dass man seine Kleidung und Schuhe am Reiseziel einfach ausdruckt und als recycel­bare Low-Cost-Ware betrachtet, heißt es. Iris-Scans und Fingerabdruck reichen, um im Flieger oder im Hotel einzubuchen, Zimmerschlüssel werden überflüssig. Und beim Stadtbummel geben Augmented-Reality-Brillen Live-Infos über Sehenswürdigkeiten, Events und Restaurants. Sprachservices samt technologiebasierten „In-ear-Übersetzungen“ ermöglichen vor Ort die Unterhaltung in der Landessprache, ohn­e dass man diese extra lernen muss.

„Die modernen Technologien fördern aber nicht nur den Komfort auf Reisen, sondern auch die Erlebnisqualität“, betont Erik Heusel, Österreich-Geschäftsführer bei Allianz Partners. So werden multisensorische virtuelle Eindrücke bereits die Planung der Reise erleichtern, einen intensiven Vorgeschmack liefern und das Interesse an Land und Kultur wecken. Ängst­e, dass damit die Reise selbst ersetzbar wird, teilt die Studie nicht. „Virtuelle Travel-Erfahrungen ersetzen nicht den persönlichen Kontakt mit den Menschen und der Kultur vor Ort, den Genuss der Küche oder die spontane Entscheidung für Ausflüge und Abenteuer“, so Heusel. Virtual Reality werde daher die Lust am echten Reisen nur noch mehr stimulieren.

Die Zahl der Flugreisen werde sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln, zugleich nehme auch die Fluggeschwindigkeit erheblich zu, prophezeit die Allianz-Partners-Studie. Auf kürzeren Strecken werde die Bahn zu einer noch attraktiveren Alternative als bisher. Komplett computergesteuerte Züge werden die Metropolen mit Geschwindigkeiten von über 300 km/h verbinden: Wien-Paris wäre dann beispielsweise in rund fünf Stunden zu schaffen. Und dank neuer Antriebsformen wie Flüssigerdgas sollen auch Kreuzfahrten nachhaltiger sein und an Bedeutung weiter zunehmen. Und wer es sich leisten kann, der darf 2040 eine Reise zum Mond und wieder zurück einplanen – freilich ohne dort zu landen. Nach den Plänen von Elon Musk soll schon 2023 der erste zivile Tourist via Space X den Mond umkreisen. (TT)

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