Lkw-Irrfahrten ärgern Gemeinde Fließ

Die Straße zum 1250 Meter hoch gelegenen Fließer Weiler Hochgallmigg ist kurvenreich, zuweilen steil, ausgesetzt und an vielen Stellen selbst für zwei Pkw zu eng. Für Fernzüge wird sie immer wieder zur Falle.

Ein Verbotsschild für Lkw-Anhänger und Sattelaufleger warnt die Fahrer bei der Auffahrt zum Fließer Weiler Sonnenberg.
© Reichle

Fließ – Die Straße zum 1250 Meter hoch gelegenen Fließer Weiler Hochgallmigg ist kurvenreich, zuweilen steil, ausgesetzt und an vielen Stellen selbst für zwei Pkw zu eng. Für Fernzüge wird sie immer wieder zur Falle.

Fraktionsvorsteher Florian Röck brachte das Problem zuletzt im Gemeinderat aufs Tapet. Nun will Fließ reagieren. „Seit für die Transportunternehmen mehr russische, rumänische und bulgarische Fahrer unterwegs sind, passiert das immer öfter“, erklärt auch Bürgermeister Hans-Peter Bock. Diese können die Sprache nicht und würden sich deshalb bei der Orientierung schwerer tun, glaubt er. „Es ist jedes Mal ein riesiger Wirbel. Dann helfen alle zusammen, um das Problem zu lösen.“ Größere Lkw bleiben auf dem Weg den Berg hinauf regelrecht stecken – kommen nicht mehr vor oder zurück. Der Anhänger muss meist abgekoppelt und die Zugmaschine gewendet werden, denn im Rückwärtsgang lässt sich das Problem nicht lösen. Man will künftig Hinweistafeln an der Hochgallmigger Landesstraße anbringen – ein entsprechendes Ansuchen wurde an die Bezirkshauptmannschaft Landeck weitergeleitet. Ähnliche Probleme kannte man bisher auch im Fließer Weiler Eichholz, so Bock. Immer wieder wurden in der Vergangenheit Lkw, die ins Fließer Dorfzentrum wollten, vom Navi über die kleine Siedlung gelotst – aber auch diese Straße ist eng, steil und für größere Lkw nicht zu passieren.

Seitens der Verkehrsbehörde bestätigt Siggi Geiger das Problem in Hochgallmigg: „Es gab im Herbst drei Fälle. Einer ist bis ganz hinauf.“ Man geht davon aus, dass die ausländischen Fahrer einfach nach dem Navigationsgerät gefahren sind, ohne zu wissen, wohin sie steuern. Man werde, wenn nötig, Hinweisschilder anbringen.

Es ist ein Problem, das auch andere Gemeinden im Bezirk Landeck nur zu gut kennen. In Stanz und Grins hat man mehrsprachige Warnschilder angebracht, um irrgeleitete Lkw, die regelmäßig in den Ortszentren ein Chaos verursachen, bereits im Tal zu stoppen. „Die Erfahrung zeigt aber, dass man Schilder aufhängen kann, so viel man will. Die Lkw-Fahrer fahren trotzdem dem GPS-Signal nach“, so Geiger. (mr)


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