Wiederhochfahren eines Atomreaktors in Japan untersagt

Fast neun Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat ein Gericht das Wiederhochfahren eines Reaktors untersagt. Der Reaktor des AKW Ikata dürfe wegen drohender Erdbeben und Vulkanausbrüche nicht wieder ans Netz gehen, entschied das Gericht in Hiroshima am Freitag. Es hob damit die Entscheidung einer niedrigeren Instanz auf, die grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme gegeben hatte.

In Fukushima hatte sich nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami im März 2011 das schlimmste Atomunglück seit dem GAU in Tschernobyl 1986 ereignet. Weil das Kühlsystem ausfiel, kam es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze. Das Gebiet in einem weiten Umkreis wurde radioaktiv verseucht.

Nach der Atomkatastrophe hatte die japanische Regierung alle Reaktoren im Land heruntergefahren. Viele sind bis heute nicht wieder ans Netz gegangen. Obwohl der Widerstand gegen die Atomenergie in der japanischen Bevölkerung wächst, will die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe daran festhalten.

Japan liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo tektonische Platten aufeinanderstoßen. In diesem Gebiet kommt es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.


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