Regenfälle halfen im Kampf gegen australische Buschbrände

Starker Regen hat am Freitag in einigen australischen Brandgebieten bei den Löscharbeiten geholfen. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat New South Wales wird der Niederschlag die Feuer nach Angaben der Helfer nicht löschen, aber sie etwas eindämmen. „Ich denke, es hat einen deutlichen Motivationsschub gegeben“, sagte Einsatzleiter Rob Rogers dem Fernsehsender Channel Seven.

Zuvor hatte sich die Feuerwehr bei Twitter über den Regen gefreut. Dort zeigte sie ein Schild: „Gleich wieder da. Sind draußen beim Lacken-Hüpfen!“ In New South Wales lag die Zahl der Feuer bei unter 80, im benachbarten Victoria waren es 17. Dort lösten Blitze allerdings auch einige neue Brände aus.

Allerdings hat der lang ersehnte Regen in den Brandgebieten in Australien die Koalas in einem Tierpark bei Sydney erneut in Gefahr gebracht: Der Australian Reptile Park in Somersby nördlich von Sydney versank am Freitag in gewaltigen Wassermassen. Der Zoo veröffentlichte Fotos von triefnassen Koalas, die sich an einen Eukalyptus klammerten oder von einem Tierpfleger in Sicherheit gebracht wurden.

Auch das Krokodil-Gehege des Zoos wurde überflutet - das Wasser schwappte fast über den Zaun. Wie auf einem Foto zu sehen war, hielt ein Tierpfleger ein Krokodil, das offenbar ausbüxen wollte, mit einem Besen zurück.

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Der Rauch, der aus den riesigen Bränden aufsteigt, soll laut einer Wettervorhersage am Wochenende wieder nach Melbourne ziehen. Dort beginnen am Montag die Australian Open. Die schlechte Luft hatte den Tennisspielern in der Qualifikationsrunde große Probleme gemacht. Die Organisatoren sahen sich heftiger Kritik von Spielerinnen und Spielern ausgesetzt.

Als Folge der Feuer befürchtet die australische Tourismusindustrie Milliardenverluste. Die Einbußen könnten sich bis Jahresende auf mindestens 4,5 Milliarden australische Dollar (rund 2,8 Mrd. Euro) belaufen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Branchenverbandes ATEC. Die Berechnung stützt sich auf einen Vergleich der aktuellen Vorausbuchungen mit denen des Vorjahres. Der Rückgang entspricht etwa zehn Prozent der Gesamteinnahmen aus dem Auslands-Tourismus.

Vor allem aber für die Natur sind die Folgen der Brände verheerend. In der Nähe von Sydney etwa richteten die Flammen in den von der Unesco geschützten Wäldern großen Schaden an. Um die 80 Prozent der Blue Mountains seien von den Feuern in unterschiedlicher Stärke getroffen worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Umweltbehörde. Ganz sicher sei das alles noch nicht.


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