Der Blick der Jugend auf Europa

Im EU-Parlament stellten die Jungmandatare (Theresa Ringler rechts hinten) ihre Ideen vor.
© EU/Thys/Buissin

Innsbruck – Eine gewisse Affinität zu Europa kann man der Innsbrucker Stadtpolitik nicht absprechen. Nicht umsonst findet vom 6. bis 8. Mai in der Landeshauptstadt der Europäische Gemeindetag des RGRE (Rat der Gemeinden und Regionen Europas) statt. Aber auch sonst sind die Gemeinderäte durchaus international aktiv. Als eine von nur 30 Auserwählten schaffte es Innsbrucks jüngste Gemeinderätin, Theresa Ringler, zuletzt in das YEP-Programm der EU. Unter dem Titel Young Elected Politicians treffen sich junge Lokalpolitiker aus der Europäischen Union, um über Gemeinsames und Trennendes zu diskutieren.

Die FI-Gemeinderätin war dabei die einzige Vertreterin Österreichs im Programm. Ihr Eindruck? „Europa ist für viele Menschen sehr abstrakt. Der Austausch mit den jungen Lokalpolitikern hat mir aber jetzt beispielsweise gezeigt, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt und wir letztlich alle im selben Boot sitzen.“

Hauptthemen bei der Tagung im EU-Parlament in Brüssel war der Umweltschutz und der Verkehr. Für Ringler zeige sich bei solchen Gelegenheiten, dass andere Regionen durchwegs neidisch auf Österreich blicken würden. „So wurde diskutiert, dass sich Städte einen besseren Öffi-Verkehr mit Fahrradverleihsystem wünschen. Etwas, das wir schon lange haben.“

Bürokratieabbau und Flexibilität – das würden sich die jungen Mandatare in Europa wünschen. „Viele haben dasselbe Ziel, es kommt aber oft auf anderen Wegen“, fasst Ringler ihre Eindrücke zusammen. Konkrete Projekte haben die Jungmandatare in Europa keine mit nach Hause gebracht. Es habe aber viele wichtige Ansätze gegeben, bilanziert die junge Innsbruckerin.

Unisono hätte man generell bei den Altersgenossen in Europa ein großes Interesse an verschiedenen Themen erkannt. Sobald man diese allerdings mit einem Politikstempel versieht, ende oft das Engagement. (mw)


Kommentieren


Schlagworte