Weg frei für Investor: Klares Ja für die Wacker-Zukunft

Bei der Generalversammlung des FC Wacker Innsbruck am Sonntagabend stimmten die Mitglieder mit klarer Mehrheit für jene Statutenänderung, die den Einstieg eines potenten Investors ermöglichen soll.

Die Wacker-Mitglieder gaben bei der gestrigen Generalversammlung mehrheitlich grünes Licht für jene Statutenänderungen, die den Einstieg von Investoren möglich machen.
© FC Wacker

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Es gab schon Wacker-Jahreshauptversammlungen, da sprühten die Funken im Saal. Am Sonntag lief eine richtungsweisende schwarzgrüne Generalversammlung geradezu einträchtig ab. Obwohl es aus sportlicher Sicht den Abstieg in die Zweitklassigkeit zu verdauen gab und es für die Zukunft jene Statutenänderung abzusegnen galt, die den Einstieg eines Investors ermöglichen soll.

Jubel bei der Funktionärsriege

Mit 93-prozentiger Mehrheit wurde der Antrag zur Installierung von „Kernmitgliedern“ durchgewunken. 243 Mitglieder waren dafür, nur 18 dagegen, elf enthielten sich der Stimme. Nach der Verkündung brandete Jubel im Saal und bei der Funktionärsriege auf. „Eine hochemotionale Angelegenheit. Ich bin bewegt und danke dem Vorstand und allen Mitarbeitern, die für dieses Vertrauen alles in die Waagschale warfen“, erklärte Obmann Gerhard Stocker nach dem zukunftsweisenden Abend: „Ab Montag beginnt die eigentliche Arbeit bezüglich der neuen Partner, denn es muss logischerweise beiderseitig tief geprüft werden. Wir werden alles daransetzen, die richtigen finanzstarken Partner für unseren Verein zu finden und das Vertrauen in uns bestätigen zu können.“

Um den bereits gestarteten Prozess dieses Einstiegs zu finalisieren, stand auch die Verlängerung der Amtsperiode des aktuellen Vorstands auf der Tagesordnung. Diese wurde von den stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig abgesegnet.

Wer als Investor für eine rosigere FCW-Zukunft sorgen soll, bleibt weiter ein Geheimnis. Ob es eine griechische, deutsche oder nationale Variante wird, soll sich in den kommenden Wochen weisen. Begleitet wird die Installierung bis 31. August 2020 vom alten Vorstand. „Dieser Abend gibt Kraft für die Zukunft. Es haben offensichtlich alle kapiert, dass es nur gemeinsam geht“, so Stocker.

War das abgelaufene Jahr für den FC Wacker mit dem fatalen Abstieg mehr als ernüchternd, können sich dafür die wirtschaftlichen Zahlen sehen lassen. Ein Jahresüberschuss von 488.639,53 Euro sorgte für den völligen Abbau des negativen Eigenkapitals (Anm. 464.473,56 Euro Verlustvortrag aus dem Vorjahr) und somit zur Entschuldung des Vereins. Sogar ein kleines Plus von 24.165,96 Euro steht per 30.6.2019 zu Buche. Das Budget in der zweiten Liga beträgt 3,2 Millionen Euro, davon entfallen nur 850.000 Euro auf die Kampfmannschaft mit Trainerstab. Der Lizenzierung blickt der Tiroler Traditionsklub trotz des Engpasses nach dem Herbstdurchgang optimistisch entgegen. Und sportlich soll die junge Mannschaft von Trainer Thomas Grumser den positiven sportlichen Trend in der zweiten Liga im Frühjahr fortsetzen.

Klingt alles sehr positiv, doch die Gegenwart ist als zweitklassiger „Mieter“ des Tivolistadions extrem ausbaufähig. Dazu soll auch ein eigenes Trainingszentrum beitragen und Investoren den Einstieg noch schmackhafter machen. Dieses Projekt wurde von Vorstandsmitglied Joachim Jamnig den Mitgliedern präsentiert.

Der Wacker-Vorstand leistete schon im Vorfeld überzeugende Aufklärungsarbeit und wurde am Sonntag bestätigt.
© gepa

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