Alpenvolleys zogen Rivalem die Lederhosen aus

Die Hypo Tirol Alpenvolleys jubelten gestern über einen 3:1-Sieg gegen Herrsching und trennten sich kurz zuvor vom Australier Max Staples.

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Die Alpenvolleys mit Niklas Kronthaler (r.) feierten gegen Herrsching einen 3:1-Sieg. Nächster Gegner ist Tabellenführer Berlin.
© alexander pauli

Unterhaching – Wenn’s drauf ankommt, wachsen die Hypo Tirol Alpenvolleys über sich hinaus. So auch gestern im Derby der deutschen Volleyball-Bundesliga gegen Herrsching. Gegen den selbsternannten „geilsten Club der Welt“ nahmen die Dunkelblauen von Beginn an das Heft in die Hand und feierten vor Heimpublikum in Unterhaching einen verdienten 3:1-Erfolg (18, -21, 22, 23). Während Coach Stefan Chrti­ansky jubeln durfte, musste der „König von Herrsching“ mit seinem Megaphon ohne Punkte wieder abziehen.

Speziell im ersten Satz lieferten die Tiroler mit Eigengewächs Niklas Kronthaler eine starke Vorstellung ab und zogen mit 7:3 davon. Nach dem 25:18-Satzerfolg kam jedoch Sand ins Getriebe und Herrsching kam mit dem 25:21 zurück ins Spiel. In den zwei entscheidenden Sätzen zogen die Tiroler den Bayern jedoch letztlich die Lederhosen aus und besiegten damit auch den leidigen TV-Fluch: Erst im siebten Anlauf konnten die Alpenvolleys ein vom deutschen Fernsehsender Sport 1 übertragenes Match gewinnen.

Außerdem gab es gestern eine personelle Änderung bei den Alpenvolleys: Max Staples, der vor der Saison vom tschechischen Spitzenklub Ceske Budejovice kam, wusste bekanntlich sportlich nicht zu überzeugen und wechselt zurück nach Tschechien, wo er künftig für Kladno Volej­bal auflaufen wird. Die Alpenvolleys haben nun bis 31. Jänner Zeit, einen Nachfolger vorzustellen. Dabei will man nach dem Motto „Gut Ding braucht Weile“ agieren: „Wir brauchen einen Spieler, der uns weiterhilft. Was sicher nicht passiert, dass ein deutscher Spieler den Kader verstärkt, da sind die Gehaltsvorstellungen einfach zu hoch“, erklärte Headcoach Stefan Chrtiansky.

Am Donnerstag (19.10 Uhr/live Sport 1) gastieren die Tiroler im Spitzenspiel bei Tabellenführer Berlin. (ben)

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