Galerie in der Klinkstraße in Kufstein: Im Dialog zur Kunst finden

Die Stadt Kufstein hat in der Kinkstraße eine neue Galerie für bildende Kunst.

Werner Richter (links) und Kulturreferent Klaus Reitberger stellten die neue Galerie für zeitgenössische bildende Kunst vor.
© Otter

Von Wolfgang Otter

Kufstein – Nach vielen Jahren hat die Stadt Kufstein wieder eine ständige Galerie für die bildende Kunst. Und das an optimaler Stelle in der Kinkstraße 5, im Stadtzentrum. Kein Wunder, dass auch Kulturreferent Klaus Reitberger (Parteifreie) ins Schwärmen gerät. Immerhin hat er sich auch starkgemacht, dass die Stadtgemeinde für das erste Bestandsjahr 25.000 Euro für Miete und Betriebskosten berappt. Mit guter Aussicht auf Verlängerung, „falls die Galerie gut läuft“, wie Reitberger verrät.

Es war nicht nur der Herzenswunsch des Kommunalpolitikers und Kulturtreibenden Reitberger, diese Lücke im Angebot zu schließen. Die Künstler selbst, besonders Gerlinde und Werner Richter, wollten eine ständige Ausstellungsstätte. Daher hoben sie auf Anraten von Reitberger den Verein „Galerie dia:log Plattform Bildende Kunst“ aus der Taufe. Zugleich wurde es zum positiven Beispiel, wie Kommunalpolitik und Künstler im Zusammenspiel ein Projekt umsetzen können.

Richter und seine rund 20 Vereinsmitglieder sind auch bereits voller Ideen und Visionen, was die Arbeit der künftigen Monate anbelangt. Man richte sich an Kunstinteressierte, Kunstschaffende, kreative Menschen und in weiterer Folge bei Workshops an Jugendliche, Kinder und Senioren. „Wir wollen Schwellenangst gegenüber der modernen Kunst abbauen und nicht vom Glasturm aus agieren“, sagt Richter. Es ginge darum, Kunst im Dialog zu vermitteln. „Und wenn jemand kommt und sagt: ,Das gefällt mir nicht‘, haben wir bereits den Dialog gefunden“, so Richter.

Den Auftakt von vielen noch geplanten Aktivitäten während des Jahres macht am 4. Februar (Vernissage um 19 Uhr) eine Ausstellung, die der Kufsteiner Künstlerin und Lehrerin Prof. Luise Clay und ihren ehemaligen Schülern gewidmet ist.

Zu sehen gibt es Bilder und Werke von Luise Clay und ihrem Sohn James, Ricarda Denzer, Kurt Härting, Christine Erharter, Margareta Langer, Bernhard Lochmann, Stephan Obergmeiner, Gerlinde Richter-Lichtblau, Werner Richter, Nikolaus Schletterer, Norbert Steiner und Maria Vill. Die Finissage mit Klaviermusik von W. A. Mozart (Interpret Jürgen Plich) findet am 29. Februar ab 18 Uhr statt.


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