Nibelungen-Festspiele planen Wasserwelt in Worms

Mit einer spektakulären Wasserwelt als Bühnenbild vor dem Kaiserdom wollen die Nibelungen-Festspiele in Worms in diesem Jahr (17. Juli bis 2. August) die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Der Schweizer Regisseur Roger Vontobel übernimmt die Inszenierung des Stücks „Hildensaga. Ein Königinnendrama“ des österreichischen Dramatikers Ferdinand Schmalz. Darin sollen die Frauen im Zentrum stehen.

„Schmalz versucht, die Geschichte aus einer neuen Perspektive zu erzählen“, sagte der künstlerische Leiter Thomas Laue der dpa. Allgemein gehe in Inszenierungen der Nibelungensage die Sicht auf Königin Brünhild oft etwas verloren. „Das wird hier anders sein“, kündigte Laue an. „Brünhild kommt nach Worms und verwandelt sich so, wie sich das Wasser vor dem Dom verwandelt: von der wilden Welt Isenlands in die gezähmte Welt eines Swimmingpools, um dann wieder mit Urkraft entfesselt zu werden.“

Das Nibelungenlied, eine Geschichte von Treue und Verrat, gehört zu den Lieblingssagen der Deutschen. Die Festspiele in Worms erzählen seit 2002 das Heldenepos um Drachentöter Siegfried und Hunnenkönig Etzel in immer neuer Variation.

Für 2020 sei es noch zu früh, große Namen von Mitwirkenden zu verkünden, sagte Laue. „Wir suchen wie immer eine gute Mischung aus renommierten Theaterschauspielern und erfahrenen Spielern, die man aus Film und Fernsehen kennt.“

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Einer der Stars dürfte aber das flüssige Bühnenbild von Palle Steen Christensen sein. „Manchmal sieht es aus, als würden die Menschen auf dem Wasser gehen, dann können Menschen darin tauchen, dann ist diese Wasserfläche einmal eine tropische Wasserwelt, dann wieder eine Spiegelfläche für den Dom“, schwärmte Laue. Vontobel und Christensen arbeiteten 2018 bereits bei „Siegfrieds Erben“ in Worms zusammen.


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