Lech als zentrales Element für Gesundheitstourismus

Entlang des Lechwegs ist ein gesundheitstouristischer Erlebnisraum mit den Schwerpunkten mentale Balance und gesunder Schlaf in Arbeit.

Der Lech verbindet nicht nur die Projektpartner. Er steht sinnbildlich für die Kraft der Natur und deren heilende Wirkung
© Verein Lechweg/Eisenschink

Lechtal –Mit der Entwicklung des Lechwegs und dessen Eröffnung 2012 wurde entlang des Flusses, von Lech am Arlberg bis Füssen, ein Weg in Richtung naturnaher Qualitätstourismus eingeschlagen. Über die beiden Interreg-Projekte „Winterwandern Allgäu-Tirol“ sowie „grenzüberschreitendes Lech-Erlebnis“ wurde die Strategie nach und nach weiterentwickelt.

Nun soll ein weiterer Baustein hinzukommen. Ziel der Projektpartner (Füssen Tourismus und Marketing, Gemeinde Breitenwang, Tourismusverband Lechtal, Verein Lechweg) ist es, rund um den Lechweg einen gemeinsamen gesundheitstouristischen Erlebnisraum mit den Schwerpunkten mentale Balance und gesunder Schlaf zu schaffen. Die Grundlage für alle Aktivitäten bildet dabei die Kneipp’sche Gesundheitslehre mit ihren fünf Säulen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und innere Ordnung. Der Lech steht dabei sinnbildlich für die Kraft und Heilwirkung der Natur und ist das verbindende Element zwischen den Orten.

Zentrales Element der grenzüberschreitenden Gesundheitsregion ist das „Bad Kreckelmooser“-Heilwasser, das in Breitenwang als öffentliches Gut verfügbar gemacht wird.

Eine weitere Station entlang der „Lebensspur Lech“ sind die Lechtaler Seitentalgemeinden Gramais, Hinterhornbach, Pfafflar und Kaisers. Lifte, Pisten und große Hotels sucht man dort vergebens, auch infrastrukturell geben sie sich mit dem Nötigsten zufrieden. Von Lichtverschmutzung oder Overtourism keine Spur. Wohl gerade deshalb eignen sich die Kleingemeinden ideal als moderne Kraftquellen. Sie sollen durch das Projekt eine auf ihren Alleinstellungsmerkmalen basierende Positionierung im Sinne von „Auszeit-Dörfern“ erfahren.

Ein weiterer Baustein der „Lebensspur“ ist die Gemeinde Holzgau. Der dortige dreieinhalb Kilometer lange Vital- und Erlebnisrundweg inszeniert die fünf Kneipp’schen Säulen ganz im Sinne des neuen EU-Projektes. Im Sommer werden Kräuter- und Kulturspaziergänge sowie Waldbaden angeboten. Daran anknüpfend wird Holzgau als weiteres Kneipp-Zentrum aufgebaut.

Jenseits der Grenze, in Füssen, liegt der Fokus auf der Balance von Körper, Geist und Seele. Tragendes Gerüst des Füssener Gesundheitsangebots sind Bewegung, Wasser und vor allem innere Ordnung. In unterschiedlichen Erlebnisarealen erwarten die Besucher Bewegungsparcours, Kneipp-Tretbecken und Ruhe-Inseln. Zertifizierte Schlafgastgeber halten in ihren Unterkünften Serviceangebote zum Thema gesunder Schlaf bereit.

Das Projekt verschlingt 1,9 Millionen Euro und wird mit Interreg-Mitteln der Europäischen Union gefördert. Der Fördersatz beträgt im Durchschnitt 65 Prozent. Projektträger ist Füssen Tourismus und Marketing. (TT, fasi)


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