Horrende Preise in Tirol: Mit Job, aber ohne Chance auf Wohnung

Im Obdachlosenheim trotz Arbeit: Die Mieten sind horrend, betreute Einrichtungen keine adäquate Lösung. Selbst fixe Einkommen schützen nicht vor einem sozialen Abstieg.

© Foto TT/Rudy De Moor

Von S. Strobl, L. Pircher

Innsbruck — Ein junger Mann arbeitet Vollzeit, trotzdem ist er auf die Notschlafstelle angewiesen. Schicksale wie diese treffen Menschen nicht nur in Großstädten, sondern auch in Innsbruck. Nachdem der Mietvertrag abgelaufen war, fand der Betroffene trotz langjähriger Aufenthaltsgenehmigung und eines Einkommens von 1376 Euro netto kein Mietobjekt in und um Innsbruck. Hans Dautz, ein engagierter Bürger, unterstützte den jungen Mann: „Ein Sozialarbeiter und ich halfen ihm, eine finanziell zumutbare Unterkunft zu finden, ohne Erfolg. Wer nimmt schon einen Schwarzen? Der könnte ja die Miete nicht bezahlen oder die Wohnung verludern lassen." Als letzten Ausweg organisierte Dautz einen Platz in der Wohnungslosenhilfe Alexihaus der Innsbrucker Sozialen Dienste. Die Crux: Der Mann würde eigentlich keine betreute und daher teure Einrichtung benötigen.

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