Drohnen erobern den Himmel über Kufstein

Forschungsergebnisse haben hilfreiche Anwendungsbereiche für Drohnen aufgezeigt. Die FH hat dazu eine Konferenz organisiert.

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Bei Waldbränden und gefährlichen Einsätzen sind Drohnen unerlässliche Hilfsmittel.
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Kufstein –Der Innovationsprozess der Drohnen befindet sich auf Erfolgskurs, während die öffentliche Akzeptanz und regulatorischen Rahmenbedingungen – ähnlich wie bei der autonomen Mobilität – erst in den Startlöchern stehen. Die FH Kufstein Tirol beschäftigt sich im Rahmen der Forschungsthemen Digitalisierung und autonomer Mobilität bereits intensiv mit den gesellschaftlichen und technischen Voraussetzungen dafür. Zudem werden sich in einer zweitägigen Konferenz (26. und 27. März) an der Fachhochschule Experten dazu zu Wort melden und sich austauschen.

Der Mehrwert des Drohneneinsatzes liegt auf der Hand, da er für die Region Kufstein als alpinen Raum ein vielfältiges Anwendungsspektrum bietet. Hiervon sollen auch die Landwirtschaft und der öffentliche Nahverkehr profitieren, da neue Mobilitätsformen den Verkehr umweltfreundlicher und nutzerorientierter gestalten könnten, wie man an der FH überzeugt ist. Nicht zu vergessen ist die Unterstützung für Ersthelfer. „Gerade bei einem Gefahrengut-Einsatz sind die Einsatzkräfte ganz besonders gefordert. Die Einsatzleitung kann mit Hilfe einer Drohnenbefliegung bereits die Lage vor Ort abklären – ohne Einsatzkräfte in den Gefahrenbereich entsenden zu müssen und dadurch zu gefährden“, erwähnt Andreas Oblasser vom Bezirksfeuerwehrverband Kufstein.

„Als Hochschule beteiligen wir uns am Aufbau des mobilen Drohnen-Detektionssystems und freuen uns, dass wir mit dieser Konferenz einen Wissens- und Technologieaustausch mit Fachexperten schaffen können. Gerade im alpinen Raum sehen wir den Drohneneinsatz als wichtiges Konzept in der Region und schätzen den Beitrag zu Nachhaltigkeit und erhöhter Sicherheit“, so Mario Döller, Rektor der FH Kufstein Tirol. Aktuell gibt es an der FH mehrere Forschungsprojekte dazu. Zur Umsetzung bietet ein Test-Gelände ausreichend Platz für Drohnenflüge und ein Detektionssystem. „Je höher der Automatisierungsgrad der Mobilitätsanwendung, desto wichtiger werden Umgebungsdaten wie GEO-Schutzzonen, lokales Wetter sowie Navigations- und Kommunikationsverfügbarkeit für den sicheren Betrieb. Diese Umgebungsdaten werden von einer digitalen und regionalen Infrastruktur erfasst und allen Verkehrsträgern (Straße, Luft, Schiene und Wasser) in der jeweiligen Genauigkeit zur Verfügung gestellt , um die Mobilität der Zukunft wirtschaftlich und sicher zu ermöglichen“, erläutert Prof. Christian Arbinger von der Deutschen Luft- und Raumfahrt (DLR) GfR mbH.

Das Thema Sicherheit hat Vorrang. „Safety First im Luftraum sollte bei der Drohnennutzung das oberste Gebot sein, um brenzlige Situationen – wie sie leider auch schon unsere Flugrettung erleben musste – zu vermeiden. Dafür haben wir die Drohnen-Info-App entwickelt und bieten Flugtrainings für verantwortungsbewusste Drohnenpiloten an“, erklärt Benjamin Hetzendorfer vom ÖAMTC.

Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit der Innovationsplattform Kufstein i.ku, dem Bezirksfeuerwehrverband, dem Standortmarketing und dem TVB ausgerichtet. Die Innovationsplattform Kufstein i.ku wird als Leader-Projekt von Land, Bund und Europäischer Union unterstützt. (TT.wo)


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