„Gesunde Pause" in Imst: Die Schule zählt zum Lebensraum

Sportmittelschule Imst setzt ganz auf „gesunde Pause“. Die Schüler sind von der neuartigen Initiative begeistert und „spielen mit“.

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Beim „Twister“ hat Freundeskreis-Obmann und Sportlehrer Jürgen Kiechl eindeutig das Nachsehen.
© Dorn

Von Agnes Dorn

Imst – Die Sportmittelschule Imst setzt mit dem Schulbüffet, das von den Schülern selbst zubereitet wird, schon seit Jahren auf eine gesunde Pause. Dafür hat die Bildungseinrichtung auch bereits das Gütesiegel „Gesunde Schule“ erhalten.

Im Gegensatz zu anderen Schulen, wo nur einmal im Monat eine gesunde Jause stattfindet, darf in der Sportmittelschule einmal im Monat kalorienreich „gesündigt“ werden. Am „Donut-Friday“ ersetzen bewusst fette amerikanische Krapfen die leckeren Vollkornbrote und handgemachten Aufschnitte, wie Sportkoordinator Jürgen Kiechl aufzeigt. Seit Dezember ist nun außerdem die große Pause auf zwanzig Minuten verlängert worden. „15 Minuten Pause waren einfach zu kurz“, bestätigt Schuldirektor Helmut Knabl. Um den Schülern das Warten auf die nächste Schulstunde zu verkürzen, wurden vier kleinere Tischtennistische, acht Schachspiele sowie einige Gesellschaftsspiele angeschafft.

Dafür zeichnet der vor drei Jahren von Kiechl gegründete Verein „Freundeskreis der Sportmittelschule“ verantwortlich. „Die Kinder beweisen es: Sie wollen spielen“, zeigt sich der nunmehrige Freundeskreis-Obmann begeistert von der positiven Resonanz von Seiten der Schüler. Zwar sei es streng geregelt, welche Klasse welche Geräte und Spiele nutzen dürfe, doch das Angebot sei grundsätzlich freiwillig. Dass die Schüler indes auch die Schachbretter nutzen und mit derselben Begeisterung dem Denksport frönen wie dem Tischfußball, freut Knabl. Wenn im Frühjahr die Pause wieder nach draußen verlegt werden kann, sei es für den Pausenhof außerdem geplant, ein großes Schachbrett anzuschaffen. Weitere Spielmöglichkeiten wie Tempelhüpfen sollen angeboten werden, kündigt Knabl für die wärmeren Jahreszeiten an. „Schule ist nicht nur ein kognitives Bildungsinstitut, sondern vor allem auch ein Lebensraum“, betont Kiechl die hohe Bedeutung des „Wohlfühlfaktors“ für die Schüler.

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