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Aufregung in Außerferner Kindergärten: „Ab hier wird Deutsch gesprochen“

Reuttes Kindergärten wurden nun für alle Eltern zur Deutschzone erklärt. Viele verwenden Fremdsprachen und seien kein Vorbild für ihre Kinder. 65 Prozent der Kinder haben eine andere Muttersprache als Deutsch.

Die Botschaft von Bürgermeister Alois Oberer an den Eingangstüren der drei Reuttener Kindergärten ist klar: Im Inneren soll nur noch Deutsch gesprochen werden.
© Mittermayr Helmut

Von Helmut Mittermayr

Reutte –„Sadece terliklerini çıkar!“ Wie bitte? Für die Kindergartenpädagoginnen war die von einer Mutter auf Türkisch gegebene Anweisung, endlich die Patschen auszuziehen, nicht verständlich. Die „Tanten“, wie sie früher genannt wurden, arbeiten in einer vielsprachigen Welt. Während ihnen dies bei den Kindern, die teils erst ans Deutsche herangeführt werden müssen, in Reutte längst normal erscheint, hält sich ihre Freude bei den Erwachsenen in Grenzen, denn sehr oft können sie nicht verstehen, was gesprochen wird, wenn die Kids gebracht oder abgeholt werden. Ein babylonisches Sprachengemisch macht sich breit. Über ein Dutzend Sprachen – zum Beispiel russisches, italienisches, kroatisches, portugiesisches, aber vor allem das türkische Idiom – sind im Übergabe- und Ankleidebereich zu hören.

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