Doskozil wandert im Wahlkampffinale der Burgenland-Wahl

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Sportlich ist am Freitagvormittag Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) ins Wahlkampffinale gestartet. Er ging mit einem SPÖ-Team bei der „24 Stunden Burgenland Extrem Tour“ an den Start. Gemeinsam mit rund 250 Funktionären und Unterstützern wanderte Doskozil von Neusiedl am See ins rund acht Kilometer entfernte Winden am See. Auch die Grünen starteten in das Wahlkampffinale.

Geschlossen hinter dem Landeshauptmann stand dabei das „Team Burgenland“, das ihn schon durch den Wahlkampf begleitet hatte. Auch die roten Landesräte Astrid Eisenkopf, Daniela Winkler, Christian Illedits und Heinrich Dorner sowie die Landesgeschäftsführer Christian Dax und Roland Fürst trotzten den Minusgraden. „Nach drei Wochen Intensivwahlkampf sind frische Luft und Bewegung der richtige Ausgleich zum Abschluss“, betonte Fürst.

Begleitet wurde das SPÖ-Team auch von einigen sportlichen Schülern, die ebenfalls bei der Neusiedler Wirtschafts- und Tourismusschule Pannoneum in den „School Walk“ der „24 Stunden Burgenland Extrem Tour“ starteten. Insgesamt haben sich für die neunte Auflage der Tour um den Neusiedler See, die von verschiedenen Startpunkten aus in Angriff genommen werden kann, 6.700 Starter angemeldet - was einem neuen Teilnehmerrekord entspricht.

Für Doskozil und sein Team geht der Wahlkampf nach der Wanderung allerdings noch am selben Tag weiter. Am Abend steht in Rohrbach bei Mattersburg der offizielle Wahlkampfabschluss der Partei auf dem Programm.

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Grünen-Spitzenkandidatin Regina Petrik wurde beim Verteilen von Flyern und grünem Tee in der Fußgängerzone in Eisenstadt von Vizekanzler Werner Kogler persönlich unterstützt. Im Mittelpunkt der kurzen Ansprachen von Petrik und Kogler vor einem riesigen Ball in Form des Planeten Erde standen Klimaschutz und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, der für das Pendler-Bundesland besonders wichtig ist.

Für die besten Bilder sorgten aber nicht die Grünen selbst, sondern der Fleischer Otmar Tschürtz, der nach den Ansprachen auf die „Bühne“ sprang und Kogler und Petrik Leberkässemmeln vom burgenländischen Mangalitzaschwein in die Hände drückte. „Es ist alles aus dem Burgenland“, bewarb der Fleischer seine Ware. „Ich sage immer: eine Leberkässemmel ist besser als ein Burger“, reagierte Kogler schlagfertig und spielte auf die jüngste Kritik gegen ihn wegen des Besuches eines Fast-Food-Ladens an.

Kogler sah im Burgenland die „Zeit für Grüne in der Regierung reif“. „Grün in der Landesregierung ist besser als Blau.“ Das hätten die Grünen in vielen Ländern bewiesen. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sei im Burgenland, wo es besonders viele Pendler gibt, sehr wichtig, warb Kogler für das von der türkis-blauen Bundesregierung geplante 1-2-3-Ticket. Er bezeichnete das türkis-grüne Regierungsprogramm im Bereich des Klimaschutzes gar als „Gesamtkunstwerk“.

„Umweltschädliches Verhalten wird teurer und umweltfreundliches Verhalten wird billiger“, so Kogler. Auch Petrik sah Klimaschutz und Verkehr als wichtigstes Themen für das Burgenland. „Wir haben einiges vor“, so die Spitzenkandidatin.

Die Grünen waren freilich nicht die einzige Partei, die zwischen den Ständen des Bauernmarktes auf der Hauptstraße auf Stimmenfang gegangen war. Auch Türkise und Blaue versuchten, ihre Botschaften unter das Wahlvolk zu bringen. ÖVP-Spitzenkandidat Thomas Steiner wurde beim Verteilen von Kürbiskernen, Bleistiften und Stoffsackerln von Integrationsministerin Susanne Raab begleitet, mit der er zuvor einen Frauenintegrationskurs besucht hatte (s. auch eigene Meldung). Das ÖVP-Team fiel besonders durch die selbst gestrickten türkis-leuchtenden Schals auf, die im Zuge einer kreativen Wahlwerbungsaktion mit Charity-Komponente zugunsten der Krebshilfe Burgenland entstanden sind.

Auch blaue Wahlhelfer mit Körberl waren in der nebeligen Innenstadt unterwegs, sie beglückten die Passanten mit Arbeitshandschuhen, Fensteralarmanlagen und Feuerzeugen inklusive Taschenlampe, die laut den Verteilern besonders „bei älteren Damen beliebt sind, wenn sie auf den Friedhof gehen“.


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