Finale im Prozess gegen Ex-Burgtheater-Geschäftsführerin

  • Artikel
  • Diskussion

Am Wiener Landesgericht wird am Montag der Prozess gegen die ehemalige kaufmännische Burgtheater-Geschäftsführerin Silvia Stantejsky fortgesetzt. Bei plangemäßem Verhandlungsverlauf wäre nach der noch ausständigen Befragung von zwei Zeugen mit der Beratung des Schöffensenats über Schuld und Strafe zu rechnen. Das Urteil könnte in diesem Fall in den Nachmittagsstunden verkündet werden.

Im Fall eines Schuldspruchs droht Stantejsky eine Haftstrafe zwischen einem und zehn Jahren. Ihr werden Bilanzvergehen nach dem GmbH-Gesetz, Untreue und Veruntreuung angelastet. Nachdem sich im Zuge einer Gebarungsprüfung Ungereimtheiten in ihrem Verantwortungsbereich gezeigt hatten, war Stantejsky im November 2013 fristlos entlassen worden. In weiterer Folge kamen Millionenschulden und eine ausgewachsene Finanzmisere an der Burg ans Tageslicht, was im März 2014 auch zur Entlassung des damaligen Burgtheater-Direktors Matthias Hartmann führte. Am Ende musste nur Stantejsky vor Gericht. Die 64-Jährige hatte beim Verhandlungsauftakt Malversationen zugegeben, aber persönliche Bereicherung in Abrede gestellt.


Kommentieren


Schlagworte