Hauptplatz in Lienz: Mitbestimmen beim Einrichten

Der Hauptplatz, das viel zitierte Wohnzimmer der Lienzer, wird sich in den nächsten Jahren verwandeln. Im Stadtlabor geht es heuer um die Offenlegung bisheriger Ideen und Entwürfe. Bürgerbeteiligung ist erwünscht.

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Mit der Neugestaltung des Lienzer Hauptplatzes wird im nächsten Jahr begonnen.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Ein Ort zum Zusammenkommen, Entspannen und Genießen, zum Feiern, für Unterhaltung und Veranstaltungen soll der Lienzer Hauptplatz in den nächsten Jahren auch baulich werden. Vor einigen Jahren handelte es sich zum größten Teil und für die meiste Zeit des Jahres noch um eine Durchfahrtsstraße mit Parkplätzen zu beiden Seiten. Wie genau sich der zentrale Raum in der Lienzer Innenstadt in den nächsten Jahren verwandeln soll, an diesen Entscheidungen sollen sich die Bürger heuer möglichst zahlreich beteiligen.

Bürgermeisterin Elisabeth Blanik informierte in einem Pressegespräch zum Zeitplan. „Vermutlich nicht mehr vor dem Sommer werden wir das Stadtlabor öffnen. Bisherige Konzepte, Ideen und Entwürfe werden wir aufbereiten lassen und laden die Bevölkerung damit zu einem breiten Diskussionsprozess ein.“ Bisher stehen wenige Parameter fest. Die Entscheidung für die Oberflächengestaltung sollte bis Ende des Jahres fallen. Denn in einem guten Jahr wird die Unterführung des Mobilitätszentrums am östlichen Eingang des Platzes fertig gestellt. Radfahrer und Fußgänger aus den Stadtteilen südlich der Drau bzw. vom Bahnhof gelangen von da an direkt auf den Hauptplatz.

„Je kleinteiliger die Oberflächengestaltung, desto höher die Kosten dafür“, legte Blanik dar. Wünschenswert sei jedenfalls die Fortführung der zweifarbigen Pflasterungen, wie sie auf etlichen Straßen und Plätzen in der Oberen Altstadt bereits verlegt wurden. Auch wenn diese aufwändige Gestaltung nicht vollflächig zum Einsatz kommt, werden die Kosten wohl zum beschränkenden Faktor. Die Stadtchefin rechnet „jedenfalls mit einigen Millionen Euro für den Hauptplatz“. Angesichts des ebenfalls bevorstehenden Umbaus der Nordschule und der Problemstellungen in Sachen Stadtsaal wird die Aufbringung der Mittel für die Stadt in den nächsten Jahren zur Herausforderung.

„Wir beginnen mit der Erneuerung des Hauptplatzes jedenfalls nächstes Jahr im Osten und arbeiten uns in Etappen bis zur Andrä-Kranz-Gasse vor“, kündigte Blanik an. Die Bauzeit werde auf vermutlich drei Jahre ausgedehnt, um die Nutzung des Platzes in der Sommersaison nicht zu beeinträchtigen. Das renommierte Lienzer Designbüro Aberjung wurde in die Planungsphase neu miteinbezogen. Das Unternehmen habe größte Erfahrung mit Visualisierung. „Damit wir sehen, wie unser gemeinsames Wohnzimmer in Zukunft aussehen könnte.“ Auch passende Sitzmöbel könnten die Designer entwerfen.

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Im Zuge des Hauptplatz­umbaus wird auch die Leitungsinfrastruktur in diesem Bereich erneuert. Die Lage und Ausgestaltung der „hoffentlich dann ganzjährigen“ Gastgärten ist ebenso ein Thema wie die Einrichtung von Grünanlagen. Einzelne könnten auch fahrbar ausgeführt werden, um eine modulare Verwendung zu ermöglichen. Für den Sommer ist Beschattung nötig, in der dunklen Jahreszeit ausreichende Beleuchtung. Blanik: „Wir wollen die Möglichkeiten breit diskutieren.“


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