Eine Lehre ist auch für Akademiker gut

Die Arbeitgeberinitiative „Zukunft Lehre Österreich“ will Jugendliche, Maturanten und Studienabsolventen von den Vorteilen einer Lehre überzeugen.

Wien – Jeder zweite 15-Jährige in Österreich soll sich für eine Lehrausbildung entscheiden. Mit diesem Ziel ging die branchenübergreifende Arbeitgeberinitiative „Zukunft Lehre Österreich“ vor zwei Jahren an die Öffentlichkeit. Rund 50 Unternehmen wie KTM, Kapsch, Hofer und FACC vernetzten sich und warben um die besten neuen Fachkräfte. Seither sind die Lehrlingszahlen – nach vielen Jahren mit einem Minus – leicht angestiegen. Und im türkis-grünen Regierungsprogramm ist eine massive Aufwertung der Lehre verankert. „Das sind erfreuliche Nachrichten und wir fühlen uns in unseren Forderungen bestätigt“, zieht Werner Steinecker, Präsident des Vereins und Generaldirektor der oberösterreichischen Energie AG, Bilanz. Aber: „Wir sind noch lange nicht am Ziel.“

Die Initiative will „die Lehre als attraktivste Ausbildungsmöglichkeit“ bewerben, und zwar auch für Maturanten, Akademiker oder Studien-Abbrecher, sagt Steinecker. Auch die Migration biete ein große Chance. Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handel in der Wirtschaftskammer, weist auf die „Karrierechancen“ durch eine Lehre hin. Und sie bewirbt die Talente-Checks der Kammer und schlägt Aufnahmeprüfungen in weiterbildenden Schulen vor, denn durch das Wissen um Interessen und Fähigkeiten „wären viele Drop-outs nicht notwendig“.

Mit einem Alumni-Klub soll den „Facharbeitern, die keine Lobby haben“, eine neue Plattform geboten werden, sagt Siemens-Manager Josef Kinast. Lehrlinge, aber auch nunmehrige Fachkräfte, sollen sich auf der neuen Plattform vernetzen können. Ihre Ideen zur Verbesserung der Lehre können übrigens alle einbringen. (ritz)

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