Rumer Johannes Lamparter: Der Zottler im Skisprunganzug

Kombinierer Johannes Lamparter startet als Lokalmatador ins Seefeld Triple. Auf den 18-Jährigen warten heuer aber noch weitere Prüfungen.

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Von Benjamin Kiechl

Rum, Seefeld – Johannes Lamparter sitzt in den Startlöchern und sehnt seinen ersten Start beim Seefeld-Triple herbei. Ab Freitag will der 18-jährige Rumer gemeinsam mit seinem Tiroler ÖSV-Teamkollegen Lukas Greiderer beim Saison-Höhe­punkt angreifen. Vor fast genau einem Jahr krönte sich der Jump&Reach-Sportler in Lahti (FIN) sensationell zum Junioren-Weltmeister und legte zwei weitere Medaillen (Silber und Bronze) nach.

Junioren-Weltmeister Johannes Lamparter greift ab Freitag beim Seefeld-Triple an.
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Mit einem Weltcup-Fixplatz für die neue Saison ausgestattet, wollte Lamparter, dessen Helm ein Schneeleopard ziert, voll angreifen. Nach Startschwierigkeiten kam der Athlet von Cheftrainer Christoph Eugen zuletzt immer besser in Fahrt und jubelte kürzlich in Val di Fiemme (ITA) und Oberstdorf (GER) über zweimal Rang 14.

In der Fasnacht schlüpft Lamparter so oft es geht in seinen „Zottler“
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Bereits im Alter von sechs Jahren absolvierte der Athlet des Nordic Team Absam unter Trainer Andreas Felder seine ersten Sprünge. Für einen Kombinierer unüblich ist Lamparter (so wie auch seine Schwester Anna) Gewichtheber beim KSV Rum, auch wenn er sein Pensum zurückschrauben musste. „Es ist eine gute Grundlage. Liegestütze gehören zu jeder Sportart dazu, aber die Nordische Kombination hat Priorität“, sagt Lamparter, der Ende Februar in Oberwiesenthal (GER) ein letztes Mal bei der Junioren-WM aufzeigen will.

Alles unter einen Hut zu bringen sei nicht immer leicht. „Durch die ganzen Wettkämpfe bin ich viel unterwegs“, erzählt Lamparter, der nicht nur am Schigymnasium Stams („In Englisch will ich mich verbessern“), sondern auch beim Autoführerschein gefordert ist. Ziele und Ideen gehen dem Hobby-Radsportler, der gern­e einmal den Ötztaler Radmarathon absolvieren möchte, jedenfall­s nicht aus.

Und dann schlägt sein Herz noch fürs Vereins­leben. Wenn es die Zeit zulässt, schlüpft er in der Fasnacht in seinen „Zottler“ und lässt mit den Rumer Mullern das Brauchtum hochleben. „Das wettkampffreie Wochenende habe ich für Auftritte mit den Mullern genützt. Es macht einfach viel Spaß“, erzählt er mit einem Lächeln. Jetzt heißt es jedoch die gefärbten Kartoffelsackstreifen abzulegen und wieder im Sprunganzug für Stimmung zu sorgen ...


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