„Deutschpflicht“ in Außerferner Kindergärten: Eltern als Vorbilder gefordert

Reuttes Bürgermeister Alois Oberer hat kürzlich ein Deutschgebot für Eltern in Kindergärten ausgesprochen. Diese Ankündigung sorgt für heftige Diskussionen.

Die Botschaft von Bürgermeister Alois Oberer an den Eingangstüren der drei Reuttener Kindergärten ist klar: Im Inneren soll nur noch Deutsch gesprochen werden.
© Mittermayr Helmut

Reutte – Die Frage, wie mit Vielsprachigkeit und Nicht-Deutsch-Vermögen an Kindergärten umgegangen werden soll, bewegt die Menschen. In Reutte hat ja Bürgermeister Alois Oberer, wie berichtet, ein Deutschgebot in Kindergärten ausgesprochen. Für die Eltern – und nicht die Kleinen, die die Leitsprache großteils erst erlernen müssen, denn im Kindergarten Tauschergasse etwa haben aktuell 65 Prozent der kleinen Besucher eine nichtdeutsche Muttersprache. Sprachförderung kommt intensiv zum Einsatz, aber die Eltern sollen ein Vorbild sein und Deutsch sprechen, wenn sie sich im Kindergarten aufhalten – das wünschten sich die Kindergartenpädagoginnen.

Nach der TT-Veröffentlichung diskutierten im Nu halb Österreich und Deutschland mit. Tageszeitungen sprangen auf, in einem Kurz-Kanzler-Blog war es das Thema, im Netz wurde die Geschichte Tausende Male geteilt, BM Oberer erhielt Zuspruch mit über 16.000 „Likes“ und am Montag rückte RTL zu Filmaufnahmen in Reutte an.

Auch FPÖ-Bezirksobmann Fabian Walch bringt sich ein und fordert – wenig überraschend – „bei Integrationsunwilligkeit Sanktionen“. Er verlangt etwa Deutschkenntnisse bei der Vergabe von Gemeindewohnungen oder beim Grundkauf. (hm)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte