Reuttener siegt mit Hosp-Ski bei Ö3-Challenge in Schladming

„Das war die totale Härte“ sagt Peter Frick, der sich mit neun anderen auf die Planai in Schladming wagte. Im Ziel sei er nach seiner Bestzeit von 1:13:42 zusammengebrochen. Nicht alle schafften es überhaupt bis dahin.

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Peter Frick bei der Besichtigung des Streckenverlaufs des zweiten Durchganges des Weltcupslaloms auf der Planai in Schladming.
© Hitradio Ö3

Von Helmut Mittermayr

Schladming, Reutte – Wer hat nicht schon in Gesprächsrunden oder im Familienkreis vor dem Fernseher diskutiert, ob man selbst die Abfahrt in Kitzbühel schaffen und wie lang man dafür brauchen würde. Auf die Streif kann wohl kein Durchschnittsfahrer direkt nach dem Rennen ernsthaft losgelassen werden, aber ein Slalom müsste gehen, dachten die Verantwortlichen bei Hitradio Ö3 und luden zehn Österreicher aus allen Bundesländern zum Night Race nach Schladming.

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Direkt nach dem Quotenschlager am Dienstagabend traten die Hörer und Hörerinnen bei der Ö3-Ski-Challenge gegeneinander an. Die Frage war: Wer ist der oder die Schnellste auf der Rennstrecke des steilsten, schwierigsten und spektakulärsten Weltcup-Slaloms? Für die Teilnehmer wurde der Originalkurs des zweiten Durchgangs zur Herausforderung. Der Reuttener Peter Frick (38) holte sich den Sieg auf der spiegelglatten Piste mit einer sensationellen Zeit von 1:13:42 Minuten. Zum Vergleich: Der schnellste Skiprofi im 2. Durchgang war Clément Noël mit 49:35 Sekunden.

Die Planai hatte sich für die Hobbyskifahrer nicht so leicht bezwingen lassen: Nur sechs von zehn Gestarteten schafften es fehlerfrei – und ohne Flitzer – ins Ziel. Der Schnellste, Peter Frick, hatte 14 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Jakob Hager aus Klosterneuburg. Als Ö3-Coach fungierte das ehemalige Skiass Michi Kirchgasser.

„Fertiger als nach einem Bergmarathon“

Die bisherigen Weltcuperfahrungen des 38-jährigen Gewinners aus dem Außerfern beschränkten sich auf einmal Garmisch – als Helfer beim Rutschkommando. Allerdings, ein absoluter Hobbyläufer war Frick dann auch wieder nicht. In seiner Jugend fuhr er Skirennen und hatte es über den Bezirk hinaus bis zu Landescuprennen gebracht.

Schladming sei für ihn jedenfalls „die totale Härte“ gewesen. „Ich war im Ziel fertiger als nach einem Bergmarathon, den ich schon gelaufen bin. Dabei dauerte das Rennen keine zwei Minuten. Oben ist es noch gut gegangen, aber der vereiste Steilhang verlangte mir alles ab. Danach war ich am Ende, hätte keine zwei Tore länger mehr durchgehalten und bin im Ziel zusammengebrochen“, schildert er im TT-Interview. Zu Platz eins hat sicher auch sein Material beigetragen. Der Ski, von Niki Hosp zur Verfügung gestellt, verfügte über superscharfe Kanten.


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