Förderimpuls für Obergricht trägt Früchte

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LH Günther Platter (3. v. l.) traf zur Bilanz-Präsentation des Förderprogramms Obergricht ein. Stefanie Peterbauer, Markus Maaß, Eva Hergel, Helmut Mall und Gerald Jochum (v. l.) haben Zahlen und Fakten aufbereitet.
© Wenzel

Landeck – Hohe Arbeitslosigkeit, schwache Gewerbestruktur, Abwanderung und viele Auspendler: Derartige Merkmale in der Region Oberes und Oberstes Gericht haben LH Günther Platter 2014 veranlasst, ein Förderpaket des Landes zu initiieren. Seit 2015 darf das Landecker Regionalmanagement regioL jährlich Projekte mit einer Mio. Euro fördern. Wichtigstes Kriterium ist Nachhaltigkeit.

Am Donnerstag traf der Landeshauptmann bei BH Markus Maaß ein, um Zwischenbilanz zur Regionalförderung in seinem Heimatbezirk zu ziehen – gemeinsam mit dem Team des Regionalmanagements regioL.

„Ich habe mir die Entwicklung genau angeschaut. Mit 7,1 Prozent Arbeitslosigkeit hat der Bezirk voriges Jahr den besten Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht“, sagte Platter. „Zudem konnten mehr als 1000 Arbeitsplätze gesichert werden.“

Mit einer Regionalförderung in Höhe von 10,6 Mio. Euro (Landes-, Bundes- und EU-Mittel) in den vergangenen fünf Jahren konnten Investitionen im Volumen von 73,5 Mio. Euro ausgelöst werden, wie regioL-Geschäftsführer Gerald Jochum aufzeigte. „In Summe haben 268 Projekte im Bezirk von den Förderungen profitiert, 145 davon im Fördergebiet Oberes und Oberstes Gericht.“

Auch die CO²-Bilanz der geförderten Projekte stimmt. „Jährlich werden 561 Tonnen eingespart“, weiß Jochum. Erreicht habe man die Einsparung mit der Photovoltaik-Offensive in Verbindung mit Batterie-Speicheranlagen sowie mit LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung.

Mehr als 90 Projekte seien dem Tourismus zuzurechnen. „Der Tourismus ist ein Glücksfall für den Bezirk“, hob Platter hervor, der abschließend eine für die Teilnehmer überraschende Zusage machte: Wie im Lechtal werde das Sonderförderprogramm Oberes und Oberstes Gericht „wegen Erfolgs“ verlängert. Womit Landesmittel auch im Zeitraum 2025–2034 fließen sollen. (hwe)


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