Armenien: Einer „vergessenen Ecke dieser Welt“ wird geholfen

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Rund 50 Prozent der Kinder in Armenien wachsen in Armut auf. Seit mittlerweile 14 Jahren unterstützt die Tiroler Caritas Menschen in dem ehemaligen Sowjetstaat.
© Caritas Tirol

Innsbruck – Kaum Essen, kein Zugang zu Bildung und im eisig kalten Winter reicht das Geld oft nicht, um die kleinen Häuser zu beheizen. Für viele Menschen in der im Nordwesten Armeniens gelegenen Provinz Schirak sieht so der Alltag aus. Seit mittlerweile 14 Jahren hilft die Tiroler Caritas in der Region und unterstützt vor allem Projekte, die Kindern zugutekommen.

„Armenien ist ein bitterarmes Land“, sagt Caritas-Direktor Georg Schärmer. „Und es liegt in einer vergessenen Ecke dieser Welt.“ 50 Prozent der Kinder dort wachsen in Armut auf. „Wir stillen einerseits die Grundbedürfnisse, finanzieren Heizkostenzuschüsse oder Ernährungsprojekte in Kindergärten“, berichtet Elisabeth Haun. Aber auch Tageszentren und Kinder- wie Jugend-WGs werden unterstützt. 1100 Kinder und ihre Familien profitieren davon.

Im vergangenen Jahr starteten Caritas Tirol und die Austrian Development Agency eine Initiative, die Kindern mit Behinderungen einen leichteren Zugang zu Lehranstalten ermöglichen soll. „Mein Recht – Inklusive Schulbildung“ nennt diese sich. „95 Prozent der Lehrer in Armenien sind nicht so weit ausgebildet, um mit Kindern mit Behinderungen zu arbeiten“, erzählt Gayane Norikyan, die das Projekt vor Ort leitet. Das solle verbessert werden. Ebenso das gesellschaftliche Klima im Land, in dem Behinderte noch oft stigmatisiert und ausgeschlossen werden.

Für die Armenien-Projekte der Tiroler Caritas gespendet werden kann bei der Raiffeisen Bank Tirol über das Konto AT79 3600 0000 0067 0950, Kennwort: Kinder in Not, oder unter www.caritas-tirol.at auch online. (bfk)

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