Noch viele Fragen zu Teil zwei der Nordtangente in Wörgl offen

Intensive Verhandlungen zwischen Stadt Wörgl und Land Tirol über Nordumfahrung. FPÖ will von LHStv. Geisler Fahrplan für Teil 2 wissen.

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Der erste Teil der Nordtangente führt nur bis zur Stadtmitte, eine richtige Umfahrung ist sie nicht.
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Von Wolfgang Otter

Wörgl – Wie geht’s weiter mit der Nordtangente ? Eine Frage, die nicht nur Wörgler beschäftigt, sondern auch kommende Woche den Landtag, zumindest in Form einer Anfrage der FPÖ. Bekanntlich ist die Umfahrung nur rund zur Hälfte fertig gebaut. Die Tiroler Freiheitlichen wollen nun wissen, ob und, wenn ja, wie viel Geld das Land Tirol außer einem „Erinnerungsposten von sagenhaften 100 Euro für eine Fertigstellung im Budget vorgesehen hat“, sagt FPÖ-LA Christofer Ranzmaier. „Es ist nun die Zeit langsam gekommen, wo die Verantwortlichen endlich an einem Schlusskapitel für dieses millionenschwere Politdrama arbeiten sollten, bevor das Projekt noch zum kleinen Tiroler Äquivalent des Berliner Flughafens ‚BER‘ zu werden droht“, fährt er fort. Ranzmaier hat den Eindruck, als wären derartige Projekte „rund um ÖVP-geführte Gemeinden lediglich eine reine Formalität, während Gemeinden mit Nicht-ÖVP-Bürgermeistern immer hartnäckiger für ihre Bürger kämpfen müssen, bevor etwas weitergeht“.

Laut Wörgler Presseamt führt Bürgermeisterin Hedi Wechner mit LHStv. Josef Geisler (VP) bereits intensive Verhandlungen. Die Signale seitens des Landes seien sehr gut. Nachdem der erste Teil der Tangente rund 16.5 Millionen Euro gekostet hat, geht es nun um weitere 27 Millionen Euro Baukosten (samt Reserven). Diesen Betrag kann Wörgl ohnedies nie alleine stemmen.

Zumindest in der Planung geht etwas weiter: So sei die straßenrechtliche Einreichplanung für den Abschnitt von der Ausfahrt Ferdinand-Raimund-Straße bis zum geplanten Verteilerkreis Wörgl Ost in Ausarbeitung. Für den neuen Kreisverkehr Wörgl Ost liege die straßenrechtliche Bewilligung zur Entscheidung vor. Die Detailplanung für diese Baumaßnahme soll in Kürze vergeben werden. Interessant wird auch die Frage nach dem Baubeginn. Laut Ranzmaier findet sich in der öffentlich einsehbaren Liste der aktuellen Straßenbauprojekte dazu kein Hinweis.


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