Stadel Schneggenhausen in Obsteig könnte bald 2. Frühling erleben

Im Zuge der Planungen für den Neubau von Hort, Kindergarten und Mehrzwecksaal könnte auch der alte Stadel adaptiert werden.

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Ausstellungen wie diese sollen auch künftig den Stadel von Schneggenhausen beleben.
© Dorn

Von Agnes Dorn

Obsteig – Im heurigen Voranschlag der Gemeinde Obsteig sind die nach der neuen Methode budgetierten 157.000 Euro minus durch einen Kassenstand von insgesamt 300.000 Euro gedeckt. Nur in zwei Punkten kam es im Gemeinderat zu längeren Diskussionen über das Budget.

Dorfchronistin GR Sabine Ortner äußerte ihr Unverständnis darüber, dass das Jahresbudget der Chronik von 8000 auf 6000 Euro gekürzt wurde. Man habe auch weiterhin Investitionen zu tätigen und schließlich würden alle Anschaffungen im Besitz der Gemeinde bleiben, so Ortner. Eine Rechnung zu begleichen, sei sicher kein Thema, so Bürgermeister Hermann Föger. Er wollte den bereits von der Gemeindeaufsicht begutachteten Voranschlag für das laufende Jahr nicht wegen 2000 Euro noch einmal ändern. Stattdessen ließ er sich das Budget mit einem Mehrheitsbeschluss (mit zwei Gegenstimmen) absegnen.

Auch ein zweiter Budgetposten wurde von Ortner nicht ausschließlich positiv quittiert. Für die Planung des Neubaus von Hort, Kindergarten und Mehrzwecksaal wurde eine Summe von 100.000 Euro veranschlagt, wie Föger erläuterte. Innerhalb dieses Finanzrahmens könnte man auch eine Adaptierung des Schneggenhausener Stadels ins Auge fassen, so Föger. „Im heurigen Jahr werden wir mit den Planungen beschäftigt sein und da verspreche ich, mit den Fachleuten auch den Stadel anzuschauen“, erklärte der Dorfchef in Richtung Ortner. Der Chronistin war dies indes zu wenig. Sie bat darum, die Planung zur Adaptierung und Erhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes separat mit 10.000 Euro im Budget anzuführen. „Da braucht es Gutachten, die uns sagen, was die Minimalvariante ist. Wir haben schon eine Grobplanung für die Nutzung in der Übergangszeit gemacht“, verweist Ortner auf die Notwendigkeit von Brandschutzmaßnahmen und einer Toilettenanlage, um das Gebäude für diverse Vereine nutzbar zu machen.

GR Erich Mirth dagegen bekundete seine Bedenken, dass ein Gutachten wieder in der Schublade verschwinden könnte. „Wir sollten die Vereine einladen, damit auch eine Eigenleistung da ist. Weil wenn der Stadel öffentlich zugänglich werden soll, dann wissen wir alle, was auf uns zukommt“, spricht er etwaige hohe Kosten beispielsweise für eine Dachdeckung an. „Wir müssen uns zunächst den Verwendungszweck überlegen“, gab BM Föger zu bedenken. Vize-BM Alexander Egger ergänzte: „Wir brauchen ein Gesamtkonzept und keine Insellösung.“

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