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Tirolerin klagte Versicherung: Höchstgericht kippt Klauseln

Die Klage einer verunfallten Tirolerin hat nun Auswirkungen auf alle heimischen Unfallversicherungen. Laut OGH sind kategorische Risikoausschlüsse nämlich nichtig.

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Folgenschwerer Unfall: Als Folge eines Sturzes im Urlaub hatte eine Tirolerin einen Schlaganfall erlitten.Foto: iStock
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Von Reinhard Fellner

Wien, Innsbruck – Die schicksalsträchtige Urlaubsreise einer Tirolerin und deren nachfolgende Klage gegen eine Unfallversicherung führte nun letztlich zu einer richtungsweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) zu Versicherungsvertragsbedingungen. So erklärte das Höchstgericht nach Klagsführung durch den Innsbrucker Medizinrechtler RA Thomas Juen kategorische Risikoausschlüsse für den Versicherungsnehmer als gröblich benachteiligend und somit nichtig. Ein Erkenntnis, das ab jetzt auf alle privaten Unfallversicherungen anzuwenden ist.


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